Zusammenfassung RPAS Talk

Finde ich noch eine gute Zusammenfassung:

Quelle: http://www.asctec.de/neuer-rpas-regulierungsvorschlag-von-easa/

Der Einsatz von RPAS (Remotely Piloted Aircraft System) in Europa
boomt. Doch bestehende Vorschriften zum Einsatz von zivilen Drohnen sind
uneinheitlich und uneindeutig.
Unter RPAS oder Remotely Piloted Aircraft Systems werden sämtliche
unbemannten Flugsysteme zusammengefasst. Von großen, komplexen Drohnen,
die bemannten Flugfahrzeugen sehr ähnlich sind, über professionelle und
kommerziell genutzte Micro-Flugsysteme – wie die von Ascending
Technologies – bis hin zu einfachen Spielzeug- und Modellflugsystemen.
Grundsätzliche Regelungen bestehen zwar bereits auf nationaler Ebene,
doch innerhalb Europas sind solche Regularien zur Nutzung von RPAS
heterogen und Sicherheitskonzepte nicht unbedingt einheitlich oder mit
Augenmaß festgesetzt.
Die Drohnen-Industrie ist äußerst vielseitig, innovativ und meist
europaweit oder oft sogar international aktiv. Der gesamte Markt für
RPAS bietet ein ungeheures Wachstumspotenzial und schafft viele neue
Arbeitsplätze. Um im Gebiet der unbemannten Luftfahrt forschenden und
entwickelnden Unternehmen für Europa mehr Planungssicherheit zu bieten
und der wirtschaftlichen Entwicklung gerecht zu werden, ist die European
Aviation Safety Agency, EASA, von der Europäischen Kommission
beauftragt worden, einen RPAS-Regulierungsentwurf auf Basis der Riga Konferenz und der darauf folgenden Erklärung
zu erstellen. Dabei sollte zugleich den Bedenken der Bevölkerung
hinsichtlich Privatsphäre und Datenschutz Sorge getragen werden. Dazu
sind nun von EASA Vorschläge ausgearbeitet worden, die den
professionelle Einsatz von RPAS ermöglichen und bei riskanten
Drohneneinsätzen durch angemessene Auflagen schützen sollen.
Homogene Auflagen für RPAS-Einsätze europaweit?
In einer entsprechenden Ankündigung (Advance Notice of Proposed Amendment 2015-10)
sind alle diese Punkte zusammengefasst und durch relevante
Hintergrundinformationen ergänzt worden. Nun sollen bis zum 25.
September 2015 Beratungsgespräche geführt werden. Und bis Ende 2015 wird
die Europäische Kommission dazu einen technischen Bericht von der
Agentur erhalten.
Auf Basis dieser Informationen will die Europäische Kommission neue
Standards zur europaweiten Regulierung von RPAS festsetzen. Zu den
Eckpfeilern der Entwürfe zählen die Prämissen Sicherheit,
Schutzmaßnahmen, Privatsphäre, Datenschutz, Versicherung und
Haftbarkeit. Ziel ist es, europäischen Unternehmen dieser Branche, also
professionellen RPAS-Serviceanbietern wie Inspektionsanbietern,
Vermessungsbüros oder sonstigen Luftaufnahme- Dienstleistern mehr
Planungssicherheit zu bieten, damit diese sich auf dem weltweit
wachsenden Drohnenmarkt international etablieren können. Im besten Fall
mit international konkurrenzfähigen und technologisch herausragenden
Lösungen für die gesamte unbemannte Luftfahrtindustrie. Dergleichen
sollen alle notwendigen Maßnahmen definiert werden, um maximale
Sicherheit im Umgang mit RPAS gewährleisten zu können.
Seit langem befinden sich RPAS-Unternehmen zwischen Hoffen und
Bangen. Für existenzielle Sicherheit und wirtschaftliche Planbarkeit
wird seit Langem eine Vereinheitlichung einer technisch, bürokratisch,
finanziell und in puncto Sicherheitsauflagen vernünftigen Regulierung
gewünscht.
Neues EASA-Konzept für den Einsatz von zivilen Drohnen
Die EASA hat dazu nun einen neuen Entwurf veröffentlicht, der den
zivilen Einsatz von Drohnen / RPAS in der EU zukünftig klar und
verständlich regeln soll. Alle relevanten Aspekte seien nun angemessen
berücksichtigt und Risiken durch eine vernünftige Kategorisierung
sinnvoll begegnet worden.
„Dieser Vorschlag ist das erste konkrete Ergebnis für
eine neue RPAS-Nutzungsregulierung auf Europaebene, bei dem erst mit den
Betroffenen gesprochen wurde und dann Regeln verhältnismäßig zum
jeweiligen Risiko formuliert wurden“, sagt Patrick Ky, Exekutivdirektor,
EASA. „Diese Vorschriften schaffen eine sichere und wirtschaftlich
solide Grundlage für diese vielversprechende Industrie, um zu wachsen.
Der Regulierungsentwurf folgt entsprechend einem sogenannten EASA Konzept zur Drohnen-Nutzung (Originaltitel: EASA Concept of Operations for Drones),
das mit Hilfe von RPAS-Betreibern und RPAS-Entwicklern zusammengestellt
wurde und Regulierungsempfehlungen mit fundierter Risikobewertung
enthält. Sowohl die Risiken für Piloten und RPAS-Einsatzpersonal als
auch für Dritte sind dabei bedacht worden.
Auszug aus der Vorlage:
“This concept has been developed to address two main goals:
) Integration and acceptance of drones into the existing aviation system in a safe and proportionate manner.) Foster an innovative and competitive European drone industry, creating new employment, in particular for SMEs.”

In Konsequenz wurden Lösungen gefunden, die ein risikoarmes Fliegen
von Drohnen ohne Kompromisse bei Sicherheitsaspekten möglich machen. Und
dieses Konzept hat Potenzial durch Planungssicherheit Wachstum in der
RPAS-Industrie zu schaffen.
Zur Integration von RPAS in den europäischen Luftraum
Das Konzept definiert drei Kategorien für RPAS / Drohnen. Auf der
unteren Ebene stehen Drohnen ohne spezielle Auflagen. Für solche Drohnen
müssen dann beispielsweise Flugverbotszonen serienmäßig zur Ausstattung
gehören, sodass Flüge in bewohntem Gebiet, in Städten, um Flughäfen und
an anderen kritischen Orten systembedingt unterbunden sind.
Schließlich sollen diese Sicherheitsauflagen für ganz Europa gelten
und von allen EU-Mitgliedsstaaten übernommen werden. Gleichzeitig soll
das EASA Konzept zur Drohnen-Nutzung internationale Standards erfüllen und dem globalen Niveau entsprechen.

Diese A-NPA wiederspiegelt die bei der Riga Konferenz
festgesetzten Prinzipien. Es folgt einer Risiko- und
Leistungs-gerechten Beurteilung, um bei einer Vielzahl wertvoller
Drohneneinsatzmöglichkeiten lösungsorientiert entscheiden zu können. Der
Vorschlag ermittelt dazu folgende Kategorisierung in drei Typen (Siehe:
EASA Konzept zur Drohnen-Nutzung):
„Offene“ Kategorie (geringes Risiko):
Erfordert zur Sicherheit die Einhaltung und Erfüllung von
Betriebsbeschränkungen, bestimmten Industriestandards, spezifischen
Funktionalitäten und operationellen Grundregeln. Die Polizei soll die
Umsetzung dieser Auflagen prüfen und durchsetzen.„Spezialanwendungen“ Kategorie (mittleres Risiko): Autorisierung
/ Aufstiegserlaubnis einer nationaler Luftfahrtbehörde, unter Umständen
unterstützt durch eine qualifizierte Einrichtung der Risikoeinschätzung
des Betreibers folgend. Ein Betriebshandbuch soll
Risikominderungsmaßnahmen auflisten.„Zertifizierte” Kategorie (hohes Risiko): Die
Anforderungen sind vergleichbar mit denen der bemannten Luftfahrt.
Regulierungsaufsicht haben die nationalen Luftfahrtbehörden
(Lizenzerteilung, luftrechtliche Zulassung von Wartungen,
Inbetriebnahme, Ausbildung, Flugverkehrsmanagement (Air Traffic
Management; ATM), Flugsicherungsdienste (Air Navigation Services, ANS)
und Flugplätzen) und die EASA (Planung und luftrechtliche Zulassung von
Auslandseinsätzen).

Dieser Regulierungsrahmen wird die Nutzung aller Drohnen aller
Gewichtsklassen europaweite umfassen. Die gestartete europäischer
Verordnung (EC) Nr. 216/2008 wird daraus resultieren. Als Teil des
Gesetzesvorhabens „Aviation Package“ soll diese Veränderung noch im
November 2015 von der Europäischen Kommission herausgegeben werden.

Sehen Sie dazu auch die Meldung von EASA im Original: http://www.easa.europa.eu/document-library/notices-of-proposed-amendment/npa-2015-10

Quelle: http://www.asctec.de/neuer-rpas-regulierungsvorschlag-von-easa/