Übernahme neue europäische Drohnenregulierung

Heute im Newsletter:
https://www.bazl.admin.ch/bazl/de/home/gutzuwissen/drohnen-und-flugmodelle/Europaeische_Drohnenregulierung_uebernommen.html

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Zitat aus dem obigen BAZL Schreiben:

Diese Regelung wird eng zusammen mit dem Schweizerischen Modellflugverband vorgenommen.

Fragen:

  • Ist der Drohnenverband auch direkt oder indirekt via Modellflugverband involviert?

  • Gibt es Anfragen/Wünsche seitens des SVZD gegenüber dem BAZL, dass die UNO / DUE akzeptiert werden könnte? Quasi als eine Art Besitzstandswahrung? Vor allem die DUE, da diese doch so einiges an Wissen abverlangt und auch eine praktische Prüfung abgenommen wurde.

  • Ist angemacht, dass der SVZD die Registration weiten darf oder gibt es diesbezüglich den Kontakt zum BAZL?

Danke.

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Ich glaube genau diese 3 Fragen von Maagisch sind für die meisten der Verbandsmitglieder sehr sehr spannend und ich freue mich auf eine baldige Antwort von Seiten des Vorstandes.

Ja, wir haben am 12. September 2019 diesbezüglich ein Meeting mit dem BAZL.

Danke für die Info und Euren Einsatz, werter Martin.
Viel Glück und Erfolg!

Wir sind gespannt auf die Neuigkeiten vom BAZL und dem SVZD …

Folgendes Zitat finde ich nicht weniger wichtig:

Drohnen müssen gewisse industrielle Grundstandards erfüllen und erhalten dafür ein CE Siegel.

Da gibt es aktuell noch nichts konkretes?
Wer wird für die Vergabe des CE zustängig sein, auch das BAZL?
Wer muss dafür was machen bzw nachweisen?

Ja genau, danke Walter für diesen Hinweis.

Die Frage ist, was passiert mit den bisherigen Drohnen?
Können diese und wo “vorgeführt” werden?
Gibt es bestehende Typen die ein nachträgliches CE Siegel erhalten?
Gibt es für die bisherigen Drohnen vielleicht eine längere Übergangsfrist?

Vor etwa 2 Jahren fragten wir genau dies an.
Damals wurde geantwortet, dass es voraussichtlich keine Lösung geben wird.
Dies, weil man davon ausgehe, dass etwa 80% der gekauften Drohnen zum Zeitpunkt der Einführung der neuen Vorschriften ohnehin nicht mehr fliegen würden. (Ein Grossteil gehe durch Absturz weg und der Rest eher altershalber.)
Das kann durchaus sein, nur sind meine Inspires I Pro noch da und fliegen bestens… ;-).

Vielleicht gibt es mittlerweilen andere Ideen und Konzepte.
Es ist spannend mehr zu erfahren.

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Die CE-Kennzeichnung ist grundsätzlich eine “Kennzeichnung eines Produktes nach eigenem Ermessen”.
Das führte nebenbei vor ein paar Jahren dazu, dass ein Hersteller ausserhalb der EU Kinderspielzeuge mit einer CE-Erklärung in die EU exportierte und erst als eine Konsumentenschutzorganisation diese genauer untersuchte kamen giftige/verbotene Stoffe zum Vorschein so dass nachträglich die Produkte vom Markt genommen wurden.
(Böse Zungen behaupten, dass nur bei den Produkten genau hingeschaut werden, bei denen man der Hersteller oder das Herstellerland pisaken will, für alle anderen gilt die Narrenfreiheit)

Oder auch …
"Die CE-Kennzeichnung bedeutet nicht, dass ein Produkt als sicher von der EU oder von einer anderen Behörde genehmigt wurde. Sie zeigt ebenfalls die Herkunft eines Produktes nicht. Sie ist kein Gütesiegel, kein Qualitätszeichen."
… aus …

Betreffend Drohnen gibt es …
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32019R0945&from=EN

Nach meinem gegenwärtigen Verständnis müsste der kommerzielle Hersteller der Drohne alles geforderte nachweisen und archivieren, und der Händler/Importeur nur die Nachweise nachweisen und archivieren.

Vielleicht kann mich hier jemand vom Bazl korrigieren.
So wie ich die EU-Verordnung verstehe kann nur der ursprüngliche Hersteller die bereits hergestellten Drohnen Nachzertifizieren.
Nach 2019/945 Erfordert das CE-Zertifikat ein Konformitätserklärung.
Für die Konformitätserklärung (Artikel 14) muss der Hersteller belegen, dass die Drohne die Anforderungen (Anhang 1 - 6) erfüllt eine ein Konformitätsbewertungsverfahren anwendete.
Beim Konformitätsbewertungsverfahren hat der Hersteller verschiedene Möglichkeiten. Am einfachsten ist Modul A (Anhang 7) mit interner Fertigungskontrolle.
Dass bei der Herstellung eine interne Fertigungskontrolle angewendet wurde kann nachträglich wohl nur der Hersteller belegen.
Wenn der Hersteller dies aber nicht belegen will damit man gezwungen wird bei ihn neue Drohnen zu kaufen, dann kann man wohl nicht viel dagegen tun.

Vielleicht ist hier das Bazl so grosszügig und ernennt spezifisch nur für Füge in der Schweiz eine Stelle welche nachträgliche Konformitätsbewertungen vor nimmt ohne die Fertigungskontrolle. Das dürfte zwar bei Drohnen mit proprietärer Software schwierig werden. Das Problem mit den Gewichtslimiten (900 Gram) und Fernidentifizierung bleibt.
Wahrscheinlich ist es hier am einfachsten wenn das Bazl für gewerblich genutzte Drohnen eine Ausnahmebewilligung für sogenannte LUC erstellt.

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Geschätzte Kollegen. Wie werden wir über den Ausgang des Meetings mit dem BAZL informiert? Gibt dann hier eine konkrete Infonachricht?
Auch ich bin dafür das UNO und Due Prüfungen anerkannt werden. Es kann ja nicht sein, das wieder kostenpflichtige Prüfungen gemacht werden müssen.
Im weiteren stelle ich die Frage, ob die bestehende Registrierungen der Drohnen bein SVZD auch übernommen werden könnten??

Liebe Kolleginnen
Liebe Kollegen

Es ist unser klares Ziel, dass wir seitens Vorstand eine Positionierung analog dem Hängegleiterverband anstreben.
In der Umsetzung der EASA-Richtlinien durch das BAZL streben wir eine Anerkennung als Kompetenzzentrum Drohnen an, geführt mit einem Leistungsauftrag und Globalbudget seitens BAZL (siehe dazu die Position und Auftrag des Hängegleiterverbandes). In der Fachsprache der Aviatik “Certified”!

SHV-Leitbild_2008_neue_Version Kopie.pdf (357,7 KB)

Unser Ausbildungskonzept, unsere Drohnenregistrierung, das Konzept der UNO- und DUE-Ausbildung (Syllabis) und Lizenzierungen, unser Prüfungswesen, ja unsere gesamte Philosophie des SVZD sind beim BAZL bis auf Stufe von Herrn Hegner, Direktor BAZL, bestens bekannt. Die Zusammenarbeit mit BAZL und allen Stakeholder der Aviatik haben wir nun seit Gründung des Verbandes 2014 stetig ausgebaut und intensiv gepflegt, wir sind in allen Gremien vertreten.

Unser Verband geniesst in den Fachkreisen der Aviatik und weit darüber hinaus eine hohe Anerkennung und grosses Ansehen.

Es liegt nun am BAZL, wie wir als Verband positioniert und beauftragt werden, aktiv an der Umsetzung der EASA-Richtlinien mitzuwirken.

Dass unsere UNO- und DUE Lizenzen nahtlos in das neue Konzept integriert werden, ist selbstverständlich ein zentrales Anliegen gegenüber dem BAZL und ist ihnen auch bekannt.
Für die Registrierung der Drohnen hat sich ebenfalls Skyguide interessiert, da sie dafür bereits die Systeme besitzen.

Ziel unserer Sitzung vom kommenden 12. September 2019 ist, Klarheit über die Absichten des BAZL für das weitere Vorgehen zu erhalten und unsere weiteren Aktivitäten eng mit dem BAZL zu koordinieren.

All die heute offenen Fragen, kann das BAZL nicht innerhalb von ein paar Tagen beantworten.
Aus meiner Sicht wird es auch nicht eine schlagartige Umstellung geben, sondern innerhalb einer Übergangsfrist von etwa zwei Jahren.

Ich werde hier nach unserer Sitzung vom 12.09.19 über die Ergebnisse und das weitere Vorgehen informieren.

Wir sind alle davon überzeugt, dass unsere Philosophie und unser Ausbildungskonzept sowie unsere bisherige Arbeit für einen sicheren Drohneneinsatz ihre Früchte tragen wird.

Die Weichenstellung erfolgt durch das BAZL, also bleibt geduldig, wir informieren euch nahtlos.

Mit besten Grüssen aus dem Vorstand

Martin Kellerhals
Präsident

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Danke, erimar, für diese gute, motivierte und klare Info!
Der eingeschlagene Weg und die avisierten Ziele scheinen mir richtig und sind verdankenswert - weiterhin viel Erfolg!
Galileo

Man darf gespannt sein. Hoffe nur gutes.

Das Luftverkehrsabkommen CH-EU erzwingt nicht, dass die Schweiz neues EU-Drohnenrecht zwingend übernimmt.
Insofern die (viel zu späte) Frage: profitiert die Schweiz davon, dass sie freiwillig diese Regulierung übernimmt?

Andrea, hatte verstanden, dass auf Grund bilateraler Absprachen diese Vorschriften mit wenigen Möglichkeiten einer Verschweizerisierung übernommen werden müssen.

Ist das nicht so?

Hier kann man nachlesen was Sache ist! Gruss Ronny
safedroneflying-eu-regeln.pdf (309,9 KB)

Danke, Ronny
Kennst Du auch offizielle z.B. …admin.ch Dokumente wo man nachsehen kann, was die CH wirklich muss?
In solchen Dingen sind Interpretationen Dritter, ohne Bezugsadresse/-link zum Original für mich keine zuverlässigen und vollständigen Grundlagen.

Vielleicht bringt der Vorstand die genaue Definition/Vorgabe aus den bilateralen Verträgen vom baldigen BAZL Treffen mit?

Das ist kein offizielles Dokument sondern nur die Sichtweise und Interpretation einer privaten Firma.
Alles was nicht vom BAZL stammt kann nicht verbindlich sein.
Aktuell wird offensichtlich sehr viel Halbwissen oder persönliche Ansichten verbreitet.
Es kann so kommen wie es da geschrieben steht, muss aber nicht.

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Hallo zusammen
auch ich werde immer wieder gefragt, ob die UNO und DUE-Lizenzen übernommen werden können. Je länger ich darüber nachdenke, glaube ich, dass es nicht clever wäre. Mindestens für das Modul 10 (Luftrecht) sollte eine Nachprüfung notwendig sein. Es kann ja nicht sein, dass ausgewiesene “Profi-Piloten” sich nicht mit der aktuellen Gesetzeslage auskennen.
Ich persönlich wünsche mir, dass nicht alle Module erneut getestet werden. Anderseits wäre ich auch schon zufrieden, wenn ich einen Gutschein bekommen würde, um die Prüfung erneut ablegen zu können. Da vertraue ich auf unseren Vorstand, dass er eine gute Lösung für alle Beteiligten findet.
Mitte September wissen wir mehr. Ich bin gespannt!

SAFEDroneFlying wird anscheinend von Piloten gepflegt. Beinahe alle grossen Drohnenhändler verweisen zu der Seite. Ich denke das stimmt was dort steht und es hat auch Links die zum BAZL führen darauf. Eventuell bestehen da gewisse Verbindungen. Der SVZD verweist ja auch zu SAFEDroneFlying, ich hoffe schon, der Verband hat die Zuverlässigkeit dieser Quelle zuerst überprüft!?

Beste Grüsse, Roger