Swiss Drone Maps neu mit DJI No Fly Zonen

Liebe Drohnenpiloten,

in unserer neuesten Version von Dronemaps können ab sofort alle DJI Zonen innerhalb der Schweiz angezeigt werden. Bei Problemen oder Anregungen freuen wir uns über ein Feedback. Dronemaps ist gratis im Google Play Store verfügbar. Viel Vergnügen beim Fliegen.

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Macht das Sinn?! Wie wir alle wissen sind die ja eh Katzfalsch…

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Erinnert mich an die TCS-App. Da werden die Zonen scheinbar durch Lose :tickets: und Würfel bestimmt. Aktuell ist da jedenfalls nix.
Und an den Drohnenverband mit der nutzlosen ICAO-Karte statt der sinnvollen DABS-Infos.

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Was ich bereits schon beim TCS angeregt habe: die Wildruhezonen müssen unbedingt auch drauf! Gerade jetzt im Winter wichtig. Konsolidiert und auf einen Blick angezeigt werden Wildruhezonen / Schutzgebiete / Jagdbanngebiete / Drohneneinschränkungen und No-Fly-Zones (Flughäfen/Heliports/Spitäler usw.) meines Wissens bis jetzt nur in der Swisstopo-App. Wenn ich diese sowieso konsultieren muss, um mir ein einigermassen verlässliches Bild der Lage zu schaffen, wozu brauche ich dann noch all diese zusätzlichen Drohnenkarten-Apps?

Zudem scheint Dronemaps nicht auf dem DJI Smart Controller lauffähig zu sein? Bei mir kam jedenfalls eine Fehlermeldung, dass die App Google Play Store benötige. Dies trifft allerdings auf alle Karten-Apps zu, die ich bisher dort (als APK-Sideload) zu installieren versucht habe.

Wenn unsere Katzfalsch ist, dann freuen wir uns, wenn man uns auf die Fehler hinweist. Soweit wir wissen, enthält sie keine Fehler. Haben Sie die App schon angeschaut? Wenn nicht, dann los und ein wertvolles Feedback geben. Danke

Danke, wir überlegen uns, ob wir die Wildruhezonen auch anfügen. Dort herrscht aber meines Wissens kein Flugverbot, ist das richtig?

Das ist aber nicht die TCS App, die lieblos erstellt und dann nicht mehr updated wurde. Wir machen das mit Herzblut und sind auf dem neusten Stand, soweit es uns das erlaubt. Um die Infos vom DABS einzubinden, müssten wir pro Jahr ca 20’000 CHF Lizenzgebühren an Skyguide bezahlen. Wenn Sie möchten, können Sie via App gerne etwas spenden. Wenn genügend Geld zusammenkommt, können wir die Lizenzgebühren bezahlen und die DABS einbinden. Vielen Dank

Ja die DJI Zonen in der Schweiz sind Katzfalsch. Da muss ich keine weiteres Feedback geben. Einfach die vom BAZL zb via map.geo.admin.ch verwenden dann ist man auf der sicheren Seite.

Das ist eine sehr gute Frage, zu der ich bis jetzt vor allem Widersprüche gefunden habe. Die Regeln scheinen kantonal und auch auf Gemeindeebene unterschiedlich zu sein.

Der Kanton Glarus führt z.B. in einem Merkblatt aus:

„Nebst dem Wege- und Routengebot (Art. 5) gelten weitere Einschränkungen während der Ruhezeit: […] Die Kantone können für unbemannte Luftfahrzeuge mit weniger als 30kg Gewicht Massnahmen zur Verminderung der Umweltbelastung treffen (Art. 2a Abs. 2 Verordnung über die Luftfahrt, LFV). Das Verbot der Drohnen und anderer unbemannter Luftfahrzeugen mit weniger als 30kg Gewicht in Wildru- hezonen ist eine solche Massnahme.“

(https://www.gl.ch/public/upload/assets/3833/Erlaeuterung_Wildruhezonen.pdf)

Die Betreiber vom Engadin Airport erklären auf ihrer Website:

„Drohnenflüge im Oberengadin […] Ausserdem sind jegliche Drohnenflüge in Wildruhezonen verboten, grössere Menschenansammlungen dürfen ebenso nicht überflogen werden.“

(https://www.drohnen-engadin.ch/drohnenfluege-im-oberengadin/)

Vor Ort (auf den grün-weissen Tafeln am Rand von Wildruhezonen) finden sich jeweils unterschiedliche Angaben. Mal steht etwas wie „das Überfliegen mit Luftfahrzeugen ist untersagt“, mal fehlt ein solcher Hinweis völlig, oder man findet etwas verschwommen dazwischen („das Überfliegen mit Hängegleitern und anderen Luftfahrzeugen hat in gebührender Höhe zu erfolgen“). Bei letzterer Formulierung bezweifle ich allerdings sehr, dass damit der Bereich zwischen 0-120m AGL gemeint sein könnte… Es scheint, dass die genaue Ausgestaltung der jeweiligen Verbote (wie auch z.B. was Skitouren/Schneeschuhlaufen, Zutrittsverbot komplett oder auf einzelnen bezeichneten Wegen beschränkt usw.) sich je nach Gemeinde, auf deren Gebiet die Ruhezone liegt, unterscheidet.

Ich selber hatte in diesem Winter einen kurzen Drohnenflug auf einer weitläufigen Alpfläche zwischen zwei Wildruhezonen unternommen. Kaum hatte ich die Drohne eingepackt, näherte sich aus der Ferne mit lautem Geknatter ein Schneemobil. Bei mir angekommen, zeigte mir der Fahrer seinen Dienstausweis der Kantonspolizei und hielt mir vor, ich sei illegal über die Wildruhezonen geflogen. Dies konnte ich ihm relativ einfach widerlegen (für etwas sind die GPS-Tracks in der DJI App ja da…), zumal meine Kenntnisse der genauen Zonengrenzen dank Swisstopo offenbar sattelfester waren als seine. In der weiteren Diskussion ging es dann stattdessen um angebliche Verletzungen der Sichtfluggrenzen und überhaupt hätte ich immer wieder aufs Display geschaut, die Drohne also nicht ständig im Blick gehabt. Er hätte alles mit dem Fernglas genau beobachtet. Hier kam mir dann schon langsam der Verdacht, dass seine Argumente unter einem Interessenkonflikt in seiner Doppelrolle als Vertreter der Kantonspolizei einerseits und als sich gestört fühlender Alphüttenbesitzer auf besagtem Maiensäss andererseits leiden könnten. Er liess es dann am Ende eines längeren Pro-und-Contra mit einer „Verwarnung“ bewenden. Ich denke aber, dass er die Gelegenheit, mir einen Verstoss gegen die Wildruhezonenverordnung anzuhängen, sofort wahrgenommen hätte, wenn ich nicht selber genau über die Existenz der Zonen und deren Verlauf informiert gewesen wäre oder gar offensichtlich geworden wäre, dass ich von den Zonen bzw. von einem Flugverbot gar nichts gewusst hätte. Von daher meine Anregung, diese (trotz oder gerade wegen den offenbar unterschiedlichen Regelungen) in die App aufzunehmen, damit man einfach im Fall des Falls auf der sicheren Seite ist.

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Super, besten Dank für den Hinweis, das wusste ich bisher noch nicht. Also um das mal zu komplettieren. Ein Pilot muss zum aktuellen Zeitpunkt folgendes anschauen:

  • BAZL Karte mit Flughäfen
  • Kantonale Einschränkungen z.b. GE, BE, VD - resp dort Auflagen der Gemeinden
  • BAFU Jagdbanngebiete und Wild- / Zugvögel Schutzgebiete
  • Kantonale Schifffahrtsverordnungen
  • Jagdverordnung (z.b. AI)
  • Verordnung über die Wildruhe
  • DABS / NOTAM
  • Irgendwelche Phantasie Verordnungen von Gemeinden

Als kommerzieller Pilot finde ich das schon langsam der Hammer. Und dank dem wachsenden Zoo von Verordnungen und Merkblättern etc finden sich sicher auch immer mehr Piloten welche irgendwelche Regeln brechen weil man ja in obiger Liste unmöglich den Durchblick haben kann.

Das wäre für mich schon fast die Beschreibung der idealen Drohnen-App. Das Wetter fehlt noch und ein paar Menü- und Farbeinstellungen, aber dann wäre alles beisammen :grinning_face_with_smiling_eyes::roll_eyes:

Wir streiten nicht ab, dass die DJI Zonen falsch sind, aber das ändert nichts daran, dass man mit einer DJI Drohne in gewissen Gebieten nicht fliegen kann und dass der User wohl gerne darüber informiert wäre, wenn er wissen will, wo er fliegen kann und wo nicht. Oder sehe ich das falsch? Genau deshalb haben wir die DJI Zonen in unserer App aufgenommen. Die übrigen Zonen vom Bazl, der Kantone und Gemeinden sind natürlich auch drin :slight_smile:

Ja genau, da sind wir gleicher Meinung. Unsere App enthält:

-BAZL Karte mit allen Zonen (mit neuen Zonen der Regionalflughäfen)
-Kantonale und regionale Einschränkungen (ausser Kanton Waadt)
-Schifffahrtsverordnung (im Fall von Kt. Luzern und Aargau)
-Jagdverordnung (im Fall von AI)
-Möglichst alle Verordnungen von Gemeinden
-DJI Zonen
-Spitallandeplätze der ganzen Schweiz (diese Daten haben wir selbst erhoben, da es nirgends ein zentrales Register für Spitallandeplätze gibt)

Was fehlt sind die NOTAM, die spezifischen Zonen vom Kt. Waadt und die erwähnten Wildruhezonen (die letzten beiden Punkte werden wir wenn möglich noch beheben).

Schaut euch doch die App mal an. Sollte noch etwas fehlen oder irgendwelche Daten falsch sein, dann sind wir sehr froh über ein Feedback.

Herzlichen Dank für die Ausführungen. Das ist das erste Mal, dass ich davon höre.

Ich finde die App gut. Danke für eure Arbeit.

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Endlich mal Jemand, der auch Anerkennung aussprechen kann, nicht nur Kritik! So sollte es sein!

Herzlichen Dank.