Schweiz und USA verstärken ihre Zusammenarbeit im Bereich der Drohnen

BAZL - Bern, 08.07.2020 - Das schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und die US-amerikanische Luftfahrtbehörde (Federal Aviation Administration, FAA) haben eine Absichtserklärung über eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der unbemannten Flugsysteme (Unmanned Aircraft Systems, UAS) abgeschlossen. Forschung und Entwicklung sowie der Austausch von Ideen, Mitarbeitenden und Informationen sollen die Bewältigung der gegenwärtigen und künftigen Herausforderungen beim Betrieb und bei der sicheren Integration von Drohnen in den Luftraum erleichtern.

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Es gibt sicherlich Gründe für eine Zusammenarbeit mit der FAA. Zumal die FAA die Einsicht besitzt, dass es Orte gibt ohne Internetverbindung die eine Transponderlösung erfordern. Und eine Eigenbau-Drohen hat dort anscheinend die selben Rechte wie eine gekaufte Drohne.

Nur, scheint in der FAA punktuell ein Kulturwandel stattgefunden zu haben der nun mit der vorgeschlagenen Gesetzesänderung, wonach jedes einzelne Modellflugzeug(! nicht nur Drohnen !) ab 250 Gram für 5 US$ pro Modellflugzeug registriert und beschriftet sein und ausserhalb von der FAA festgelegten Gebieten (Modellflugplätze ?) einen Transponder haben muss, generieren sie bei dem Modellfliegern einen heftigen Widerstand. Da flogen manche 50 Jahre lang ohne eine Registrierung und ohne entsprechende Zusatzkosten und ohne einen Transponder und nun geht dies nicht mehr. Und dabei sind es nicht die Modellflieger die sich verändert haben.

Wer was illegales tun möchte, der wird dies auch ohne eine Registrierung tun. Eine Registrierung und ein Transponder sind da keine Lösung. Da braucht es m.E. andere Lösungsansätze. Und selbst für kommerziell operierende Drohnen wird dies keine durchgängige Lösung sein. Zumal Drohnen die nach § 89.305 und solche die nach § 89.315 herum fliegen können immer noch miteinander oder § 89.315 mit Zivilflugzeugen kollidieren.

Bemerkenswert ist, dass die FAA mit den Optionen § 89.315 & § 89.320 auf alleinige Internetlösungen, einen „Service Provider“ setzt. Dabei lehrt doch die Geschichte der Luftfahrt dass auch der „Service Provider“ hin und wieder mal Fehler macht und es tödliche Unfälle gab. Dies führt konsequenter Weise dazu dass das TCAS entwickelt wurde. Und nun geht man wieder zurück zu einem „Service Provider“ als grundsätzliches Sicherheitselement? Sind dadurch in der Luftfahrt nicht schon „genügend“ Menschen gestorben?

Auch das haben wir vor 3,5 Jahren dem BAZL bereits vorgeschlagen…ein ähnliches Model der FAA zu übernehmen mit der 107/333 und 336 plus LAANC. Womit wir wieder bei der DUE landen…