Schottland mit Mavic Air

Hallo zäme, ich gehe im Oktober nach Schottland in die Ferien und nehme natürlich Drohne mit!

Frage, ich besitze die App AirMap… habe Schottland lokalisiert… und was bedeutet das, siehe Anhang

Kann jemand mir erklären? Besten Dank im Voraus!

FJA South East ist eine Militärische Tiefflug Übungszone (Fast Jet Areas (FJA)). Wenn sie aktiviert ist, musst Du mit Kampfjets ab Ground bis Flightlevel 550 rechnen; schlecht für Deine Mavic ,-))
R610A ist eine Restricted Zone, Details findest Du in den NOTAMS.
Flüge ausserhalb der Aktivzeiten: Highlands Restricted Area (HRA) (R610A bis R610D) und während offiziellen schottischen Feiertagen erlaubt
R610A bis R610D sind aktiv zwischen jeweils 1500 and 2300 im Winter, 1400 und 2200 im Sommer, jeweils Montag bis Donnerstag.
Die vollständigen Timetable kannst Du herunterladen: https://www.gov.uk/government/publications/operational-low-flying-training-timetable

T710 ist eine Low Altitude Aerea Navigation (RNAV) Route für Instrumentenflug. Die genauen Parameter sind in der Luftfahrkarte der ICAO zu sehen.

Alle diese Lufträume für Sondernutzung sind bei der Flugplanung zu berücksichtigen. Mehr dazu kannst Du bald in meinem Fernkurs “FlightPrep” -wie lese ich eine Luftfahrkarte- erfahren. In den Drohnenkarten erfährst Du wo Du fliegen darfst und wo nicht, in der Flugkarte erfährst Du das dazugehörige Warum. Für den ambitionierten Fernpiloten sicher interessant!

Selbstverständlich sind das meine persönlichen Ansichten und meine bescheidene Kenntnisse! Ich kann keinerlei Garantie für die Richtigkeit meiner Aussagen übernehmen!


Wolf, http://rpas-test.ch
Fernkurse UNO, DUE, FAA, TC, EASA

2 Like

Es wäre schön, wenn Du - nachdem eine Frage im Forum beantwortet wurde,- auch kurz eine Rückmeldung geben würdest. So bleiben die Forumsteilnehmer motiviert, Zeit zu investieren, um Antworten auf Fragen zu geben; ist nämlich nicht selbstverständlich!
Wünsche Dir schöne Ferien und viele schöne Drohnenflüge in Schottland
Wolf

Hallo Christian,
Es ist halt leider so, dass wir Drohnenflieger nicht die Einzigen sind, welche den Luftraum beanspruchen. Und es wird nicht einfacher in Zukunft:
2 kürzliche Verhaftungen von Schweizer Drohnentouristen, eine in New York und eine in Asien haben gezeigt, dass es sich nicht um Kavaliersdelikte handelt, wenn man sich nicht an geltende Drohnenregeln hält! Nebst Gefängnis riskieren “Wildflieger” auch Bussen bis 25’000.- Dollar.
Und das ohne dass etwas passieren muss; bei einem Unfall kann es noch teurer werden und die Versicherung wird sehr genau hinschauen.
Aber Du hast Dich ja mindestens um die Fluggebiete per App erkundigt. Nun musst Du aber noch ganz generell die Gesetze in Schottland betreffend Drohnenregeln kennen und recherchieren. Nichtwissen schützt nicht vor Strafe und Du als Drohnenpilot trägst die ganze Verantwortung!
Ich schreibe Dir das so deutlich, da ich aus Deiner Reaktion Deinen Frust, nicht vogelfrei fliegen zu können, herauslese und Dich daher vor Schaden bewahren will.
Die Angst muss nicht mitfliegen, Respekt jedoch schon! Eine gründliche Flugvorbereitung vor JEDEM Flug ist zwingend!
Dazu braucht es natürlich entsprechendes Wissen, Ich biete Dir an, gratis einen Probetest UNO zu machen, damit Du mal abschätzen kannst, was so Dein Stand sein sollte. Falls Du Interesse hast: melde Dich bei mir, ich gebe Dir einen Gratis-Code.
Fly save - have fun
Wolf

Danke, ja gerne möchte ich die UNO Kurs machen, bin sehr interessiert!

Übrigens habe ein App aus England „Drone Assist“ kennen sie das? Sie soll gut sein…

Grüsse

Solch “drakonische” Strafen wären auch bei uns in der Schweiz theoretisch möglich. Gemäss Luftfahrtgesetz Artikel 91 Absatz 3 wären bei groben Verstössen gegen die Verkehrsregeln Bussen bis CHF 40’000 denkbar! Die üblichen Drohnen-Regeln (5-km Zone, Sichtweite, Menschenansammlung, etc.) sind Verkehrsregeln. Kommt dann zum Verstossn gegen die Verkehrsregeln noch eine wirkliche Gefährdung von Personen hinzu, kann gemäss Stgb 237 mit Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren sanktioniert werden! Allerdings werden in der Praxis diese Höchststrafen eigentlich nie erreicht.

Noch zum Thema Versicherung:
Selbst wenn mit der Drohne schwere Straftaten begangen werden (z.B. Terror-Anschläge), muss die Versicherung alle Sach- und Personenschäden am Boden (keine Schäden in der Luft) ersetzen. Dies kommt daher, dass die Haftung in der Luftfahrt unabhängig vom Verschulden ist (Fachbegriff: scharfe Kausalhaftung). (Hinweis: Das Prinzip der Haftung und Versicherung ist analog zum Auto.)

Insbesondere haftet aber der Halter und nicht der Pilot für den Schaden. Dementsprechend ist auch der Halter (und nicht der Pilot) Versichert. (Tipp: Wirf mal einen Blick die AVB deiner Versicherung, dort wird etwas von Halterhaftpflicht stehen, nix mit Pilot).

Allerdings kann die Versicherung nach dem Bezahlen Regress nehmen auf den Piloten (in der Regel nicht den Halter). Also aufpassen, wenn man geichzeitig Halter und Pilot ist!

1 Like