Neues Drohnengesetzt, freigabe im 5km Luftraum

Dazu gibt es eine FAQ vom BAZL und da steht klar, dass alles über 500gr darf max 50m an Personen heranfliegen und zw. 2Kg - 25Kg darf sie maximal 150m an Wohn-, Gewerbe-, Industrie- oder Erholungsgebiete (Was auch immer ein Erholungsgebiet ist, wahrscheinlich die restlichen 50% der Schweiz).

Es steht da zwar immer CE Siegel und/oder Klassenmarkierung - was soll das? Wenn sie eine Klassenmarkierung hat, dann wohl auch ein CE. Resp ist mit CE die übliche CE Markierung welche ja nur bescheinigt, dass zum Produktionszeitpunkt die geltenden EU Vorgaben eingehalten wurden - das hat ja somit eigentlich jede hergestellte Drohne welche legal in der EU (+CH) unterwegs ist…

Man würde sich deutlich wünschen, dass der Verband hier DEUTLICH aktiver wird und interveniert resp. auch informiert!

1 Like

:+1:
Dazu die Verordnung 2019/945 für die geweblichen Hersteller von Drohnen:

Artikel 6
Pflichten der Hersteller

(2) Die Hersteller erstellen die technischen Unterlagen nach Artikel 17 und führen das einschlägige Konformitätsbewertungsverfahren nach Artikel 13 durch oder lassen es durchführen. Wurde die Konformität des Erzeugnisses mit den in den Teilen 1 bis 6 des Anhangs festgelegten Anforderungen im Rahmen dieses Konformitätsbewertungsverfahrens nachgewiesen, stellt der Hersteller eine EU-Konformitätserklärung aus und bringt das CE-Zeichen an.

Wo es eine Klassenmarkierung gibt müsste es auch ein CE-Zeichen geben.

Bedenklich ist hier noch meines Erachtens dass die Hersteller und Händler mit dem Regelwerk einen Mehraufwand betreiben müssen und dies die Drohnen teurer werden lässt. Langfristig wird es vielleicht nur noch DJI geben.

Welche FAQ vom BAZL?

1 Like

Siehe auch hier: https://forum.drohnenverband.ch/t/eu-rechtsuebernahme-in-der-schweiz/3822/9?u=tops4u

Hallo Zusammen

Hatte die Tage mit einer Juristin vom BAZL per Mail Kontakt. Sie hat sich freundlicherweise die Zeit genommen um meine Fragen ausführlich zu beantworten. Ich darf die Fragen/Antworten hier im Forum veröffentlichen, mit der Bitte auf Verlinkung der Informationen des BAZL, welcher ich hiermit auch gerne nachkomme:

Neue EU Drohnenregulierung: https://www.bazl.admin.ch/bazl/de/home/gutzuwissen/drohnen-und-flugmodelle/Europaeische_Drohnenregulierung_uebernommen.html

FAQ zur neuen Drohnenregulierung: https://www.bazl.admin.ch/dam/bazl/de/dokumente/Gut_zu_wissen/Drohnen_und_Flugmodelle/faq_neue_drohnenregulierung_2020.pdf.download.pdf/FAQ%20neue%20Drohnenregulierung%202020.pdf

Die Fragen und Antworten sind eins zu eins aus meinen Mails entnommen und wurden nicht abgeändert. (Somit auch meine Rechtschreibfehler in den Fragen… ;))


Mail 1

Meine Fragen beziehen sich auf folgenden Auszug des FAQ:


Darf ich meine bisherige Drohne überhaupt noch weiterfliegen?
Selbstverständlich, die Regulierung sieht dafür eine Übergangsfrist bis Ende 2022 vor. Je nach Einsatzgebiet
gilt es aber verschiedene Regeln zu beachten.
Verfügt eine Drohne über kein CE-Siegel oder eine Klassenmarkierung, kommen die Übergangsregeln
zur Anwendung, welche etwas restriktiver sind als die normalen Regeln für die offene Kategorie. Solche
Drohnen dürfen bis Ende 2022 je nach Gewicht unter Einhaltung der folgenden Einsatzgebiete weiterbetrieben
werden: ………


Frage 1: Was passiert mit diesen Drohnen nach Ende 2022 ? Dürfen die dann gar nicht mehr geflogen werden?

Antwort 1: Doch, eine Drohne, welche nicht über die erforderlichen Markierungen (CE-Siegel, Klassenmarkierung) verfügt oder in sonst einer Weise nicht den Anforderungen entspricht, darf auch nach 2022 weiterbetrieben werden. Entweder gemäss den Regeln der Unterkategorie A1, sofern die Drohne unter 250g wiegt oder dann in der Unterkategorie A3 (falls die Drohne über 250g ist). Für die Unterkategorie A3 heisst das, dass ein Abstand von mind. 150 zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- und Erholungsgebieten eingehalten werden muss.

Frage 2: Für solche Drohnen ohne CE Siegel, gelten die entsprechenden Gewichtskategorien nicht oder? A1 wäre ja bis max 900g. Davon sind die bestehenden Drohnen (die ja alle kein CE Siegel und keine Klassenmarkierung haben) aber nicht betroffen, wenn ich im Text „Mit einer Drohne ohne CE Siegel und/oder ohne Klassenmarkierung, die zwischen 500g und 2kg
wiegt, darf bis max. 50m an Personen herangeflogen werden.“ lese?

Antwort 2: Das ist richtig, es gelten andere Gewichtskategorien, wenn die Drohne nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht und bspw. kein CE Siegel und/oder Klassenmarkierung hat.


Frage 3: Was benötigt es für Drohnen ohne CE Siegel für eine Prüfung? Wo kann diese gemacht werden und wie teuer ist die?

Antwort 3: Es gelten dieselben Anforderungen an die Pilotenkompetenz, wie wenn die Drohne über CE-Siegel und Klassenmarkierung verfügen würde. Bis 2022 wird das also entweder A1, A2 oder die Schulung und Prüfung für A3 sein, wobei A1 und A3 identisch sind.

Ab 2022 stehen nur noch der Betrieb in der Unterkategorie A1 und A3 zur Verfügung.


Mail 2

Ich hätte noch ergänzende Fragen.

Frage 1 (Mail2): Wenn ich nun z.B. von einer Firma das OK erhalte, das Firmengbäude mit einer Drohne der Kategorie A3 zu filmen/fotografieren, darf ich dann näher als die 150m an das Gebäude ran oder ist das dann auch nicht erlaubt?

Antwort 1 (Mail2): Diese Frage ist zugegebenermassen nicht ganz einfach zu beantworten. Mit einer Drohne der Klasse C3 oder C4 (welche sich in der Unterkategorie A3 befinden) dürften solche Aufnahmen in der offenen Kategorie nicht mehr gemacht werden, weil die Abstände nicht gewahrt werden können. Es gäbe hier mehrere andere Möglichkeiten:

  • Entweder Sie fliegen mit einer leichteren Drohne gemäss Unterkategorie A1 oder A2 (entsprechend den Regeln und festgelegten Abständen für diese Unterkategorien).

  • Sie fliegen gemäss einem Standardszenario (bis 2022 basierend auf den nationalen Standardszenarien oder dann ab 2022 gemäss den EU-Standardszenarien). Bei der EU-Standardszenarien ist vorgesehen, diese Verfahren ebenfalls an Klassenmarkierungen zu knüpfen (C5 und C6). Diesbezüglich müsste ich mich aber bei der EASA nach den techn. Anforderungen erkundigen. Können wir so verbleiben, dass Sie mich in 2 Wochen erneut wegen dieser Frage kontaktieren?

  • Sie beantragen eine Betriebsgenehmigung basierend auf SORA, was auch mit einer Drohne der Klasse C3 möglich ist (wobei sicherlich etwas aufwändig und umständlich, aber theoretisch machbar)


Frage 2 (Mail2): Gehe ich richtig in der Annhame das es noch keine Infos zu den Prüfungen gibt (wo kann man diese Ablegen, wie Teuer sind sie, sind das einmalige oder Jährliche Kosten etc.)? Das gleiche für die Registrierung?

Antwort 2 (Mail2): Wir sind derzeit am Aufbau des Registrationssystems wie auch der Schulungs- und Prüfungsinfrastruktur. Sobald wir diesbezüglich mehr sagen können, werden wir dies über unsere Webseite kommunizieren. Die Kompetenznachweise resp. Zertifikat für A2 sind während 5 Jahren gültig. D.h. nach der Registration und der Absolvierung der Schulung und der Prüfung, sind bis zur Wiederholung keine Kosten fällig. Zu den Kosten kann ich Ihnen derzeit leider nichts sagen, weil diese noch nicht festgelegt sind. Wir bemühen uns aber darum, die Kosten möglichst tief zu halten.


Mail 3

Frage 1 (Mail3): Können Sie mir noch die Definition eines Erholungsgebietes bekannt geben? Gilt z.B. ein Berg wie die Melchsee Frutt oder Landwirtschaftsgebiet ausserhalb einer Stadt/Dorfes als Erholungsgebiet.

Antwort 1 (Mail3): Es gibt in den beiden Verordnungen keine Definition eines Erholungsgebietes. Es wird lediglich gesagt, dass es hierbei um den Schutz von nicht-beteiligten Personen geht. Das entsprechende AMC meint folgendes zu Operationen in der Unterkategorie A3:

If an uninvolved person enters the range of the UAS operation, the remote pilot should, where necessary, adjust the operation to ensure the safety of the uninvolved person and discontinue the operation if the safety of the UAS operation is not ensured.


Frage 2 (Mail 3): Eine aktuelle DJI Mavic 2 Pro Drohne hat ein CE Siegel, aber keine Klassenmarkierung. Somit wird diese nach 2022 in die Kategorie A1 oder A3 liegen? Hat also strengere Richtlinien als eine Drohne mit CE UND Klassenmarkierung.

Antwort 2 (Mail3): Die Frage mit der DJI Mavic 2 Pro ist mit «ja» zu beantworten, da Sie, sofern Sie nicht den Anforderungen des Anhangs der Verordnung 2019/945 entspricht (also u.a. keine Klassenmarkierung hat) nur in der Unterkategorie A1 und A3 betrieben werden darf und nicht in A2. Insofern also bloss strenger, als nicht in der Unterkategorie A2 geflogen werden darf. Die Regeln für A1 und A3 sind jedoch dieselben wie für alle anderen.


Das waren die besprochenen Punkte mit dem BAZL. Ich hoffe diese Infos sind für den eint oder andern Interessant und beantworten einige vielleicht unklare Punkte.

1 Like

Vielen Dank für Deine Mühe Andre!
Es wird also definitiv eng für all die Inspire’s, Phanom’s und Macvic’s. Das ist wohl auch der Grund, warum diese im Moment vermehrt auf Ricardo und Tutti ausgeschrieben und verhökert werden…
Ich nehme an, einige dieser Schnäppchen werden in unqualifizierte Hände gelangen und uns noch viele Sorgen bereiten…
Wolf

Viel problematischer sind doch alle Drohnen über 2Kg also im Semi-/Professionellen Bereich. Wie auch Frau Bodmer zugibt, ist nicht klar defniert was ein Erholungsgebiet ist und so wie ich das Einschätze wird jeder Wanderweg de facto ein „Erholungsgebiet“ sein da man nicht sicherstellen kann, dass da kein Passant durchgeht ohne dass man das Gebiet absperrt (mit welcher Berechtigung)? Diese Regelung kann man sich in der Schweiz auch gleich sparen und die Drohnen ab 2Kg ohne CE und Klassierung einfach grounden.

Die Aussage zum SORA kann ich nicht nachvollziehen, die Aussage vom BAZL zu SORA war eigentlich klar dahingehend, dass dies für einzelne ausserordentliche Missionen (z.b. Post) oder ausnahmsweise Flüge BVLOS meist beschränkt auf einzelne Ort/Daten/Drohnen/Piloten und nicht als generelle „Betriebsbewilligung“ zu verstehen sei. Zudem kann sich ja fast niemand ein ordentliches SORA leisten, schon gar nicht um mal ab und zu ein paar Bilder von Gebäuden zu machen.

LUC ist noch nicht definiert und die Hürde dafür dürfte meiner Meinung nach einigermassen hoch werden.

Bleiben noch die Standardszenarien. Das BAZL darf ab 1.1.2021 gar keine eigenen mehr anbieten somit laufen die Ende 2021 aus weil sie max 1 Jahr gültig sein dürfen. Die Standardszenarios (ganze 2 Stück!!) sind seit letzten Herbst im Status Pending einer Opinion - sorry da erwarte ich gar nichts.

Das ist bisher massiv unbefriedigend und ich kann die Leute nur ermuntern sich dagegen stark zu machen und es wäre schön, wenn der Verband auch irgendwann mal Position bezieht! So wie das nun angedacht ist, können Drohnen im urbanen Gebiet gar nicht mehr fliegen und in anderen Regionen maximal wenn sie unter 2Kg sind. Firmen welche Drohnen von mehreren 10kCHF haben dürfen die dann langsam aber sicher einwintern.

1 Like

Gern geschehen. Ich werde meine Mavic 2 Pro auch verkaufen. Gerade nach der Übergangsfrist im 2022 hätt ich da keinen Einsaztzweck mehr, dies wegen der 150m Abstandsregel. Ich denke wenn dann mal ein ähnliches Modell wie die Pro unter 900g erscheinen wird, und die neuen Anforderungen abdeckt, dann wirds wieder interessant.
Ich frage mich auch was all die Profils mit ihren Hexas, Octas etc machen. Das wird recht umständlich für die. Auch wenns in Zukunft Systeme gibeben würde in der Grösse die die entsprechenden Voraussetzungen mit sich bringen, das wäre ja ein rechter finanzieller Aufwand…

Sind wir gespannt wie es weiter geht.

Das ist mMn gerade das Suspekte. Die EU geht hin und tut in ihren Verordnungen in der Einleitung und Artikel 2 alles mögliche mit anderen Worten umschreiben, aber gerade bei den Erholungsgebieten tut man dies nicht.
Was alles betrachtet das BAFU in der Schweiz als Erholungsgebiet? Etwa jedes Bächchen, jedes Bäumchen und jede Wiese?
Durch diese Verunsicherung wird womöglich der Absatz an Drohnen und weiteres schaden nehmen.

Ich finde das mit dem Erholungsgebiet auch nicht ideal. Das man von Siedlungen oder Industrie 150m abstand haben muss, ist ja noch das einte.
Aber wenns mal blöd geht und es hart auf hart kommt und man irgendwo auf einem Berg fliegt und es zu einem Versicherungsfall kommt, dann wär ich mir ja nicht sicher obs dann von der Versicherung nicht heisst, sorry, das war Erholungsgebiet, wir decken das nicht ab. Klar, das wird wohl eine Situation sein die vermutlich (hoffentlich) nicht Eintrifft, aber ist trotzdem ein Riskio. Gerade da der Begriff „Erholungsgebiet“ nirgends klar definiert ist.

Sorry das mit dem Abstand ist auch so sinnfrei. Wieviele Drohnen > 2kg sind in der CH wohl schon abgestürzt geschweige denn haben irgendwelchen Schaden angerichtet?
Die meisten Drohnen welche - ich sage mal negativ Auffallen sind - sind private Drohnen der Klasse 500 - 1500gr. Jede Consumer Drohne macht mehr Lärm und ist potentiell im Flug gefährlicher als z.b. ein VTOL oder ein Hexa. Aber genau letztere werden quasi verboten.

Mir wärs auch lieber der Abstand wäre nicht so geregelt. Industrie oder Wohngebiet ist jedenfalls relativ klar geregelt. Anders verhält es sich beim Erholungsgebiet, da ist es so schwammig das es erstaunlich ist das man so etwas überhaupt in ein Gesetzt aufnehmen kann.
Interessant wären mal die genauen Überletungen hinter den 150m Abstandsregeln zu erfahren. Wie kam man genau dazu. Geht es darum um (Sach)Schaden an gebäuden zu vermeiden? Oder geht es um die Privatsphäre zu schützen? Letzteres wäre ja schon anders geregelt und ist jetzt ja auch schon zu beachten.
Ich sehe das wie du, ich denke schäden von solchen Drohen sind wirklich sehr selten. Und falls doch mal was passieren sollte, ist man ja Versichert. Sonst dürte man ja auch nicht Autofahren…
Mit den neuen Drohnen, die dann in Kategorie A1 oder A2 liegen (bis max 4kg), ist es dann ja wieder erlaubt an Wohngebiete oder Industriegebäude etc ranzufliegen. Sicherer betreffend Absturzgefahr sind die ja dann nicht verglichen mit den aktuellen Drohnen… Ist schon etwas fragwürdig. Registrierung und Ausbildung sind ja bei den alten und neuen Drohnen pflicht. Ausser das die alten Drohnen keine Kennung aussehnden aber das hilft ja dann im Schadenfall auch nicht wirklch weiter…
Und ja, bei Piloten mit grösseren Systemen, die professionell fliegen, da ist gefahr das was passiert wohl noch kleiner. Klar sind die Systeme schwerer, aber der Pilot hinter der Fernsteuerung in der Regel viel erfahrener und bedachter als mancher der seine „aus der Packung Drohne“ fliegt…

Hallo allerseits

Wenn ich mir die vorhandenen Informationen so durchlese welche von BAZL bis anhin veröffentlich wurden dann scheinen die nicht annähernd einen Plan zu haben wie sie das handeln wollen. Weder zur Prüfung und Registrierung noch zunsonstwas gibts bis anhin detaillierte Informationen. Wenigstens eine Liste der der Hersteller im Consumerbereich wäre sinnvoll damit der Nicht-Profi Pilot sein Luftgefährt eruieren könnte ob er es nach der Übergangsfrist weiter betreiben kann oder ein erheblicher Mehraufwand auf ihn zukommt.

Ich bin froh habe ich schon seit einiger Zeit meine Hexas verkauft und hab nur noch eine Mavic Air in der Tasche. Leider kann ich nicht wirklich eruieren ob die EU Konformitätserklärung nun einem CE Siegel entspricht oder nicht. Eine Kennung aussenden kann der Winzling, aber auch hier schreibt das BAZL bis anhin nichts weiter zu einem Standard oder dergleichen damit man herausfinden könnte ob diese Kennung auch akzeptiert würde.

Nun ja, wenn das so weitergeht, dann vergeht einem privat auch mal bald der Spass am fliegen, wenn man seine Copter ab 2022 quasi in die Tonne kloppen kann weil man für jeden Flug um die eigene Eiche auf dem Feld erst mal irgendwelche Bewilligungen einholen sollte um auch sicher und 100% im legalen Rahmen zu bleiben.

Da ist es doch schon wesentlich einfacher mit der Unterwasserdrohne im See rumzuschwirren und Bootsrumpfkontrollen zu fahren, statt zu fliegen.

1 Like

[quote=„Oliver, post:42, topic:3724, full:true“]
Wenn ich mir die vorhandenen Informationen so durchlese welche von BAZL bis anhin veröffentlich wurden dann scheinen die nicht annähernd einen Plan zu haben wie sie das handeln wollen. Weder zur Prüfung und Registrierung noch zunsonstwas gibts bis anhin detaillierte Informationen. Wenigstens eine Liste der der Hersteller im Consumerbereich wäre sinnvoll damit der Nicht-Profi Pilot sein Luftgefährt eruieren könnte ob er es nach der Übergangsfrist weiter betreiben kann oder ein erheblicher Mehraufwand auf ihn zukommt. [/quote]
Da das BAZL es bis jetzt nicht hinbekam die Modellflugzeuge von der Regelung auszunehmen kommt das ungute Gefühl hoch, dass diese nur die Rolle eines Durchlauferhitzers und Sandwiches haben:
Die EU befiehlt und das Bazl hat es umzusetzen und muss die Kritik von unten einstecken. Und falls die EU es selbst noch nicht weis wohin die Reise geht, dann kann es das Bazl nur schwer besser wissen.

Wenn man schaut was die vergangenen Jahre auf politischer Ebene in der EU passierte, dann kauft man vermutlich am besten nur Drohnen von den grossen Herstellern.

…stimmt. Aber 90% der Drohnenpiloten der Schweiz dürften Hobbyflieger sein und für diese sollten diese Gesetzgebungen klar kommuniziert, Infomaterial vorhanden und solch einfache Dinge wie eine CE Zertifizierung einer Drohne und deren Klasse klar nachvollziehbar sein. Die Zeit der Einführung wäre ursprünglich quasi heute. Und es gibt immernoch mehr Fragen als antworten.

Ich werde meine Mavic Air einfach versuchen zu registrieren und diesen Pilotentest machen. Sollen die dann selber schauen was wie und wo meine Drohne einstufbar ist in der offenen Kategorie. Da muss dann das BAZL wissen wohin diese gehört. Registrieren muss ich sie ohnehin da Kamera und über 250g.

Wenn das nicht geht, dann weiss ich genauso wie tausende andere vermutlich nicht was ich genau tu‘ wenn die Übergangsfrist ausgelaufen ist.

Wenn die EU etwas einführen will, dann soll sie das meinetwegen. Aber ich erwarte zu solch halpatzigen Geschichten voller Unklarheiten auch etwas Widerstand gegen diese graue Eminenz in Brüssel und dass die Gegebenheiten klar und verbindlich ausgegeben und geregelt werden. Und zwar
ziemlich lückenlos ind eindeutig. Vorallem wenn es dann nicht nur um Verhaltensvorgaben geht sondern um technische Mindeststandards der Fluggeräte. Auf der Strasse gilt der gesetzliche Besitzstand per 1. Inverkehrssetzung. Hier wird ein VW Käfer aus 1958 auch nicht verschrottet weil er mehr als 156g CO2 ausstösst oder keine Sicherheitsgurte hat.

4 Like

Da spricht mir jemand aus der Seele…

Finde die Situation auch nicht wirklich befriedigend. Was mit deiner Mavic Air allerdings passiert, ist Stand heute eigentlich klar. Da diese Unter 500g ist, gilt folgendes:
Bis 2022 (Juli momentan) Du muss die Drohne registrieren. Dann gilt: Keine Mesnchenansammlungen überfligen, nach vernünftigem Ermessen davon ausgehen, das keine unbeteiligten Personen überflogen werden. Nicht über 120m fliegen und nur in Sichtweite

Ab Juli 2022:Gehört die Mavic Air, da über 250g aber unter 25kg in die Unterkategorie A3. Dann muss zusätzlich noch eine Online Schulung und Prüfung abgelegt werden. Dann gelten auch strengere Regeln: keine Menschenansammlungen überfliegen, nach vernünftigem Ermessen davon ausgehen, dass keine unbeteiligten Personen überflogen werden, horizontaler Sicherheitsabsand von mind. 150 m von Wohn-,Bewerbe, Industrie- oder Erholungsgebieten. Ebenfalls max 120m höhe und flug auf Sichtweite.

Das sollte alles sein, hoffe hab nichts vergessen. Was mich hier eifnach stört, sind die 150 m Sicherheitsabstand. Mit neuen Drohnen, die dann mal alles erfüllen, und in die Kategorie A1 unter 900g gehören, ist kein Sicherheitsabstand Pflicht. Mit Drohnen in A2 (bis unter 4kg) ist ein Sicherheitsabstand von nur 30m zu Personen Pflicht, nicht aber zu Gebäuden etc… Verstehe nicht ganz warum man diese Abstufung nicht auch für bestehende Drohnen gemacht hat. Wie gesagt werden die genauen Begründungen für die unterschiedlichen Einstufungen mal interessant. Wie ist man dazu gelangt…

1 Like

Ich habe diese Frage auch an das BAZL gestellt.


Meine Frage:

Ich bin Hobby-Fotograf und erwäge mir die neu erschienene Fotodrohne „DJI Mavic Air 2“ zu kaufen. Doch mich verunsichert völlig die neue Gesetzgebung resp. Drohnenverordnung vom BAZL.

So wie ich es verstehe:

  • Ab dem 01.01.2021 gilt die neue Drohnenregulierung.
  • Die „DJI Mavic Air 2“ hat kein CE-Siegel und ist über 500g schwer.
  • Somit fällt diese Drohne leider nicht in die offene Kategorie (unterteilt in A1, A2 und A3).
  • Darum gilt für diese Drohne eine Übergangsfrist bis 31.12.2022.

Frage: Darf ich also ab dem 01.01.2023 diese Drohne nicht mehr legal fliegen und müsste sie theoretisch entsorgen?


Die Antwort vom BAZL:

Sehr geehrter Herr XXX

Besten Dank für ihre Anfrage.
Die Drohne wird nach der Übergangsfrist auch noch weiterhin betrieben werden dürfen. Jedoch fällt Sie dann nicht mehr in die Kategorie A1-A3 sondern in die offene Kategorie A4 welche für Drohnen des Eigenbaus und Modellluftfahrzeuge gedacht ist. Unter Einhaltung der dort definierten Regeln darf die Drohne weiterbetrieben werden.


Mein Fazit:
Diese Antwort steht doch völlig im Widerspruch zum Thread weiter oben (der Mail-Verlauf mit der Juristin vom BAZL)… Meine Verwirrung wird nun immer grösser… :slight_smile:

A4? Für mich ist das ein Papierformat. Ich habe bisher noch nirgends gelesen, dass es überhaupt eine solche Kategorie gibt? Oder hat da wer was schriftliches?