Mavic Enterprise Dual für Rehkitzrettung

Hallo zusammen.

Ich weiss dass die Mavic 2 Enterprise Dual nur eine 160x120er Auflösung hat. Aber hat jemand damit Erfahrung mit dieser Drohne und Rehkitzrettung? Ich ja die gleiche Auflösung wie bei der Yuneec CGO-ET.

Gruess Livio

Hallo Livio,

Diesen Bericht habe ich gefunden, in dem belegt wird, dass mit der Enterprise Dual, Rehkitze gefunden werden.
Gerne darfst Du mein Vöglechen mal Probefliegen.

Ich brauchte ihn bisher nur für architektische Zwecke… Kontrolle von Spenglerarbeiten an Erker oder Abklärungen
betreff Wärmeisolationen von Fentern, Fassaden und Dächern.

Aber auch mit der “normalen Kamera” lassen sich ausgezeichnete Aufnahmen machen.

https://www.facebook.com/search/top/?q=Enterprise%20Dual%20Rehkitzrettung&epa=SEARCH_BOX

Gruss Enrico

Kann man einfach gleich schlecht wie mit der Yuneec CGO-ET.

Off the Shelf gibt es im Moment eigentlich nur die DJI XT oder die Yuneec E10T welche gut Einsetzbar sind.

Oder du machst selbst was und baust Dir einen einfachen Kopter mit einer Boson mit mindestens 320x250. Und am Ende ist es geringfügig teurer als der DJI Hobel.

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Hi Enrico,

dürfte ich in den nächsten Tagen auf dein Angebot zurückkommen und deine Mavic DUAL für die Rehkitzrettung mal ausleihen und testen? Ich will für die Rehkitzrettung Hegau-Bodensee fliegen. Leider sind dort gerade 2 von 3 Inspire1 Modellen ausser Betrieb, weshalb ich überlege, ob ich die 3kCHF nun in eine mavic DUAL oder eine FLIR Kamera mit mehr Auflösung stecke und diese dann an meine Phantom oder Inspire2 dranhänge.

Gruss aus Flurlingen (neben Schaffhausen)
Nico

PS: Ich fliege schon seit 2009 Multikopter aller Art und hab eine private und eine Betriebshaftpflicht für Drohnen. Ausserdem bin ich genehmigter Prüfer für den deutschen Kenntnisnachweis nach §21d LuftVO

Hallo Nico,

eigentlich verleihe ich meine Ausrüstung nicht… dann steht sie mir bei Bedarf nicht zur Verfügung.
Bei Livio geht es um die Frage der Anschaffung, deshalb das Angebot für einen Probeflug, bei mir vor Ort.

Ich habe hier noch eine inspire Pro, mit einer XT 320 Wärmebildkamera.
Es ist eine Vollausrüstung mit der XT 320, einer X5 mit 4 Objektiven und zwei Fernsteuerungen mit je einem iPad Mini 4.
Das ganze ist in einem MC Koffer, in dem die ganze Ausrüstung mit montierter Kamera verstaut werden kann.
Zusätzlich ist ein DJI OSMO mit einer Z3 Cam, einem Adapter für die X5, Microphone und mehrere Akkus mit dabei.

Die Ausrüstung ist sofort einsatzbereit. Über die möglichkeit, das Equipment zu vermieten habe ich noch gar nie nachgedacht… weiss gar nicht, was ich verlangen darf und was im Fall eines Schadens wäre… wahrscheinlich eher kompliziert.

Sonst einfach mal melden, wenn Interesse besteht.
Gruss aus dem Baselbiet,
Enrico

Aus juristischer Sicht steht einer Vermietung grundsätzlich einmal nichts im Wege denn in der Schweiz herrscht Vertragsfreiheit, d. h. jeder darf Drohnen an jeden vermieten. Aber!, als Vermieter der Drohne bist du auch der Halter der Drohne. Der Mieter oder Pilot ist nicht Halter. Als Halter kommen zwei Pflichten auf dich zu:

  1. Du haftest für alle Schäden die die Drohne am Boden verursacht. (LFG Art. 64).

  2. Für eben diese Schäden brauchst du eine Haftpflichtversicherung (Vlk Art. 20).

Das heisst, du musst nun prüfen ob deine Haftpflichtversicherung die Vermietung von Drohnen abdeckt, und falls ja, in welchen Rahmen. Wenn die Haftpflichtversicherung passt, kannst du nach Lust und Laune vermieten.

Wichtig: Sollte deine Haftpflichtversicherung die Vermietung nicht abdecken, darfst du nicht vermieten. Insbesondere darfst du in deinem Mietvertrag keine Klausel à la “Der Mieter haftet für alle Schäden und ist für die Versicherung verantwortlich.” haben. Solche Klauseln verstossen gegen das Luftfahrzeuggesetz (Art. 79) und sind verboten. In diesem Thread haben wir das aber schon ausgiebig diskutiert.

Viel Spass noch beim Fliegen und Vermieten.

Ergänzend dazu ist abzuklären, ob der Mieter eine Haftpflichtdeckung abschliessen kann für das Lenken (Einsetzen) fremder Drohnen. Bisher habe ich in der ganzen CH keine solche Haftpflichtversicherung gefunden. Einzig die Allianzhaftpflichtlösung des SVZD für Mitglieder sagt von sich, dass sie auch das Fliegen von Drohnen Dritter mitversichere. Aber selber habe ich noch keinen Fall mitbekommen, wo das wirklich zu einer Entschädigung gekommen ist.

Zitat aus der Beschreibung:
„Welche Drohnen sind versichert? Eigene und fremde Drohnen bis 30kg MtoM, die vollständig beim SVZD registriert sind.“

Ferner musst Du wissen, dass die Höhe der Haftung des Mieters für die gemieteten Gegenstände nur den Zeitwert umfasst.

Das bedeutet, dass der Mieter bei einem Absturz / Beschädigung nur für den Zeitwert der Drohne aufkommen muss. Eine Inspire Pro welche 2 oder 3 Jahre alt ist, dürfte fast keinen Wert mehr aufweisen. Somit schuldet Dir der Mieter auch “fast nichts” mehr. Wäre das in Deinem Sinn?

Wenn eine Vollkasko vorhanden ist, so kann dies besser ausfallen, da die Vollkasko bezahlt. Hier wird der Selbstbehalt, der Wertverlust, der Ausfall wenn es sich um eine gewerbliche Angelegenheit handelt ein Thema. Der Wertverlust ist selten versichert.
Ob es einen Regress auf den Mieter geben kann lässt sich hier nicht abschliessend sagen. Wenn, dann auch höchstens im Masse des Zeitwertes.

Problematisch wird es, wenn es sich um eine Reparatur handelt. Die Ersatzteile könnten dann zum Zeitwert gelten und die Kosten für die Arbeit müssten tendentiell zu 100 % bezahlt werden.

Gemäss OR muss der Vermieter auch die „normale Abnützung“ in Kauf nehmen. Das könnten z.B. Akkus sein, die während der Vermiettdauer viel geladen werden mussten. Für den Besitzer nicht so ideal, weil dadurch die Lebensdauer verkürzt werden könnte. Aber auch hier ist es schwierig die genaue Definition darzulegen. Wichtig ist einfach, dass Du weisst, dass auch das ein Punkt ist wo ein Vermieter allenfalls damit rechen muss.

Für all diese Risiken und etwas für das Portemonnaie kann er einen Mietzins errechnen und hoffen, dass nicht schon bei den ersten Vermietungen was passiert……:wink:

Kurzum, das Vermieten einer Sache ist nicht so ganz „ohne“.

Was in manchen Fällen auch noch problematisch wurde ist die Tatsache, dass ein Mieter in Konkurs gehen kann. Derweil er die gemietete Sache noch bei sich hat. In diesem Fall könnte es passieren, dass diese in die Konkursmasse geht und der Vermieter viel beweisen muss, dass die Sache ihm gehört.
Deshalb muss in jeden Mietvertrag eine Klausel, dass die gemietete Sache ausschliesslich dem Vermieter gehört. (Eigentumsvorbehalt).

Liebi Grüess

Peter

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Vielen Dank für Deine ausführlichen und interessanten Ausführungen, Peter.

Grüsse aus dem Basel-Biet,
Enrico

hallo, wo kann ich so eine Bauanleitung finden? Danke und Gruss Frank

Also es ist so…

Die Rehkitzrettungsgruppe setzt DJI Mavic Drohnen ein und baut da eine FLIR Cam mit Analog Transmitter dran. Ich bin kein spezieller Freund von DJI Drohnen, weshalb man das mit wenig Bastelgeschick in gleicher Qualität auch billiger bekommen kann, oder man nimmt eine andere Drohne als reiner Träger für die FLIR Cam (z.b eine FIMI X8)

Basis könnte z.b. ein F-450 Rahmen (halt auch von DJI sein) mit den zugehörigen Flugmotoren und einem Pixhawk Controller. Dazu braucht man aber Bastelgeschick und etwas Einarbeitungszeit in die Welt von PX4/Arducopter.

Habe heute Morgen um 06.00 mein aller erstes Rehkitz gerettet.

Der Landwirt hat davor aber leider schon 2 Stk. zermäht. :frowning: Durch Zufall und durch einen Freund in der Feuerwehr hat er mich gestern Abend spät noch angefragt. Ich habe zugesagt mit Vorbehalt, dass ich noch keine Ausbildung gemacht habe.
Er hat gesagt, lieber 1 Kitz retten statt keines. Das Feld ist nun gemäht und es waren keine anderen Kitze drin.
Mavic Enterprise Dual, 25m AGL, Modus Cold Spot, 80cm hohes Gras.

Funktioniert gut! Man braucht einfach etwas länger.

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