Gebühren für Flugerlaubnis ohne Rechtsgrundlage

100.- bar oder gegen Rechnung 100.- plus 7.7%. Wo ist der Unterschied bei Barzahlung, dass da keine 7.7% fällig werden? Oder ist bei Barzahlung die 7.7% inkl.? Ist nebst dem Preis etwas speziell. Wieviel ist die Barbeitungsgebühr noch dazu? Ich werde es dann in der CH Übersicht nachtragen.

Übrigens so schnell können die Preise ändern…:
Update 27.6.2018
Bewilligungsgebühr Fr. 25.- plus Mwst.
Muss eine Rechnung gestellt werden, fallen Fr. 10.- Bearbeitungsgebühren an.
Heliport Holzikon Kontakt für Anfrage: www.roseheli.ch
Tel. 062 721 44 44

100.- in bar ist offensichtlich “unter der Hand” und er steckt sich die 100er-Note in die Hosentasche…
Ich frage mal nach und melde dann, wie er die 100.- rechtfertigt.

Hallo Luzius. Ich habe vor Kurzem (7.7.18) mit Roseheli die gleiche Erfahrung gemacht. Bei mir kostete es noch 25.- dies wurde mir aber erst im Nachhinein kommuniziert :wink: ich melde mich mal per Mail offiziell bei ihm… halte euch auch dem Laufenden

Hast du den Flug gewerblich oder privat gemeldet?

Wie sich herausgestellt hat ist die Auskunft des BAZL für den Kanton Bern nicht korrekt.

Im Kanton Bern gibt es tatsächlich eine Ermächtigung für die Gemeinden im BSG 768.1 Kantonale Luftfahrtverordnung (KLFV) vom 1.1.2015, darin steht:

Gemeindevorschriften
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Die Gemeinden sind ermächtigt, für unbemannte Luftfahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 30 Kilogramm, insbesondere für Modellluftfahrzeuge, Vorschriften zur Verminderung der Umweltbelastung und der Gefährdung von Personen und Sachen auf der Erde (im Sinne von Art. 2a Abs. 2 der Verordnung des Bundesrates vom 14. November 1973 über die Luftfahrt, Luftfahrtverordnung, LFV[5] und Art. 19 der Verordnung des EVED vom 24. November 1994 über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien, VLK[6]) zu erlassen.

Im Gegensatz dazu konnte ich in den Kantonen Aargau und Basel Landschaft (wo es ja auch viele Gemeindeverbote gibt) keine solche Ermächtigung auf Ebene Kanton finden.

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Dies ist ein gewerblicher Flug (was offensichtlich teurer ist).

Hallo,

Ich bin aus der Gegend von Holziken und dessen Heliport.
Ich habe auch immer mal wieder Kontakt zum Besitzer des Heliportes und dies schon länger.

Die Anfragen zu Drohnenflügen haben bei Ihm extrem starkt zugenommen. Anfragen und Bewilligungen die er erteilt werden dementsprechend auch in seine Flugplanung, Route usw. aufgenommen. Je nach dem müssen Angestellte Piloten Informiert werden.

Gewerblich wird teurer Verrechnet da man ev. ihn ja auch Anfragen könnte z.B für Flugaufnahmen mit dem Helikopter…

Er hat neben Rundflügen auch eine Flugschule, und hier in der Gegend ist er doch das eint oder andere Mal ziemlich tief unterwegs… auch bei Rundflügen beim Gartencenter.

Unangemeldet würde ich nicht fliegen… könnte mir gut Vorstellen das er auch jemand Anzeigt wenn erwischt… und das wird dann wohl eher Teurer.

Hallo DJA

Diesen Aufwand haben andere Flugplätze und Heliports auch. Ich bin auch überzeugt, dass andere Heliports aufgrund ihrer Lage deutlich stärker frequentiert sind mit Anfragen als Holziken. Im Übrigen ist der Heliport aufgrund von Auflagen extrem schwach frequentiert. Je nach Jahreszeit finden nicht einmal eine Handvoll Flüge pro Woche statt. Diese Flüge sind auch nur ausschliesslich vom Betreiber. Die von dir erwähnten Flüge beim Gartencenter finden 1x pro Jahr statt… ob dann diese 100.- wirklich gerechtfertigt sind muss jeder für sich entscheiden.

Wie ist es dabei mit dem Modellflugplatz “im Eichli” der sich innerhalb der 5 km Zone von Holziken befindet; brauchen die Modellflieger und Drohnen zum dort fliegen auch jeweils eine Bewilligung für jeden Flug oder sind die generell davon ausgenommen?

Etablierte und bekannte Modellflugplätze sind von dieser Regel ausgenommen und Flüge nicht bewilligungspflichtig. Das gleiche gilt beispielsweise auch für den Modellflugplatz Rothrist, den Modellflugplatz Reitnau und den Modellheliflugplatz Schöftland/Wittwil um 3 Beispiele in der Nähe von Holziken zu nennen welche auch in 5km Zonen Liegen

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Hallo,

Ganz klar muss das jeder für sich entscheiden…
Es gibt ja auch genug Flugfreie Bereiche, aber ich denke auch andere Flugplätze werden nachziehen… und wer sich daran halten will wird wohl nicht darum kommen… und mit den Ankündigungen Starts/Landung Flugzeit und Flugbereich… warum nicht wer Seriös fliegt bekommt das auch Problemlos hin.

Wer sich aber jetzt schon darüber aufregt…der sollte überlegen ob es in Zukunft einfacher wird… oder kann sich bei all den Schwarzen Schafen welche sich nicht an einfache Regeln halten Bedanken.

Grundsätzlich kann/könnte man ja auch mal beim Betreiber Persönlich Vorstellig werden und dann sieht die Lage/Kosten ev. wieder ganz anders aus.

Naja Schwach Frequentiert würde ich jetzt nicht unbedingt sagen… Ja er hat auflagen, kenne die nicht im Detail aber er darf einige Starts und Landungen machen… Der an und Abflug führt Grundsätzlich nicht über bewohntes gebiet. Aber ich dementsprechend sehe ich Ihn hier in der Region auch mal tiefer fliegen.

Kurzes Feedback zum Thema Fliegen in Biel. Ich hatte ein nettes Telefonat mit der Gewerbepolizei.

Sie sehen das im Moment so, dass gewerbliche Flüge angemeldet werden sollten (eine ganz klar Grundlage dafür scheint es meiner Meinung nach jedoch noch nicht wirklich zu geben) was dann auch eine geringen Kostenfolge hat. Private Flüge unterliegen dem nicht.

Die Details bezüglich gewerblicher Flüge werden wir mal noch weiter diskutieren.

Vielen lieben Dank für deine Mühen :slight_smile: Dieser eine Satz wird meinen Arbeitskollegen (aus Biel) natürlich sehr freuen.

Thema Holziken

Ich bin da auch bereits 2x geflogen. Bisher sehr unkompliziert. 24h vorher kurz angerufen, Flug selber dann per SMS mit 1h Vorlauf angemeldet und am Schluss auch abgemeldet.

Die Gebührt war erst 50.-, jetzt 25.-. Unterschieden wurde da bei mir nicht mit Privat/Kommerziell.
Quittung/Beleg gibts aber nur auf explizite Nachfrage. MwSt. war auf der Quittung nicht ausgewiesen.

Was mich bei einem persönlichem Gespräch vor Ort etwas überrascht hat, der Inhaber versteht die Gebühr als Start/Landegebühr. Heisst also, wenn ich an einem Tag z.B. 3 Immobilien im 5km Umkreis fotografiere, also 3x Starte/Lande kostet dies 3x die Gebühr.

Das würde dann ja auch heissen, pro Akkuwechsel je eine Gebühr…

Streng genommen ja… :see_no_evil:

Hast du im Aargau mal noch weiter nachgebohrt? Ich finde nicht mal eine kantonale Luftfahrtverordnung für den Aargau…

Nein habe ich nicht. Muss man auch nicht, da es (zumindest aus Sicht BAZL) für Kommunale Einschränkungen gar keine Grundlage gibt, wenn es keine Kantonale Verordnung zum LFG gibt.

Bern hat das z.b, das sieht dann so aus: https://www.belex.sites.be.ch/frontend/versions/360/download_pdf_file

Resp. der für uns interessante Absatz:

Art. 6 Gemeindevorschriften
1 Die Gemeinden sind ermächtigt, für unbemannte Luftfahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 30 Kilogramm, insbesondere für Modellluftfahrzeuge, Vorschriften zur Verminderung der Umweltbelastung und der Gefährdung von Personen und Sachen auf der Erde (im Sinne von Art. 2a Abs. 2 der Verordnung des Bundesrates vom 14. November 1973 über die Luftfahrt, Luftfahrtverordnung, LFV und Art. 19 der Verordnung des EVED vom 24. November 1994 über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien, VLK) zu erlassen.

Und wie erkläre ich dies der Regionalpolizei Brugg? :joy: Da braucht es ja schon irgendetwas schriftliches… das Problem ist ja, die Repol hält sich an das Polizeireglement, welches der Gemeinderat beschlossen hat. Sowohl Gemeinderat als auch Repol haben aber von den Bundesseitigen Vorschriften scheinbar keine Ahnung…

Die hatten bis Ende letzten Jahres sogar noch eine angebliche Flugverbotszone (5km) um das KKW Beznau drin, für welches sie eine Bewilligung durch Skyguide verlangten. :see_no_evil:

Ich muss wegen eines Auftrags morgen eh mit der Repol telefonieren. Wobei ich morgen nur den Stv. ans Telefon bekomme, da die zuständige Dame erst gegen Ende Woche wieder im Büro ist.

Das ist ja das ärgerliche… bevor jemand das ganze bis vors Bundesgericht durchzieht (wenn nötig) wird hier wohl keine abschliessende Rechtssicherheit vorhanden sein - leider. Aus Sicht BAZL sind solche kommunalen Einschränkungen ohne Delegation des Kantons nicht gültig - die Gemeinden sehen das freilich anders.

Viel Glück!