Für Zürich und Genf keine Bewilligungen in 5 km Zone

Info:
Obwohl ich im Besitz einer schriftlichen Zusage von Skyquide für das Jahr 2019 bin und mir bereits 7 Flüge in 5 km Zone aufgrund dieser bewilligt worden sind habe ich nun für einen weiteren geplanten Flug diese Absage bekommen:
*Aus Operations-, Komplexitäts- und Prioritäts-Gründen werden Ausnahmebewilligungen für Drohnenaktivtäten gemäss der Verordnung des UVEK über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien VLK, Art 17 und Art 18 (SR 748.941) innerhalb von 5km (Ausnahmen: Polizei und Rettungsdienste) bis auf weiteres nicht mehr bewilligt . *
Diese Massnahme wird auf folgenden Flughafen angewendet:
Zürich Flughafen (LSZH)
Genf Flughafen (LSGG)
Info ende
Lieber Gruss
Jaro

Ja das ist schon länger so. Liegt an der Verurteilung des Skyguide Fluglotsen die wollen aktuell die Verantwortung/zusätzliche Arbeitsbelastung dafür nicht übernehmen.

Um diesen Fall geht es

Das Urteil bezieht sich auf einen Zwischenfall in Zürich im April 2013. Eine Ryanair-Maschine bat den Tower wegen erwarteter Turbulenzen auf eine andere Flughöhe steigen zu dürfen. Dabei nannte der Pilot sein Funkrufzeichen nicht (Fehler 1). Der Fluglotse fragte nicht nach (Fehler 2) und erteilte einem anderen Ryanair-Flugzeug (Fehler 3) die Erlaubnis zu steigen. Dieser Pilot reagierte nicht auf diesen Funkspruch (Fehler 4). Hingegen bedankte sich der erste Pilot für die Erlaubnis steigen zu dürfen, obwohl die Erlaubnis nicht an ihn gerichtet war (Fehler 5).

Als er zum Steigflug ansetzte, löste das Konfliktwarnsystem am Boden wegen eines sich anbahnenden Konfliktes zwischen der ersten Ryanair-Maschine und einem Flugzeug der Air Portugal einen Alarm aus. Der geringste Abstand zwischen den beiden Flugzeugen betrug horizontal 1,5 Kilometer und vertikal 198 Meter. Der vorgeschriebene Mindestabstand beträgt 9,26 Kilometer horizontal und rund 305 Meter vertikal.

Das Bundesstrafgericht verurteilte den Fluglotsen im Mai 2018 zu einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 300 Franken und das Bundesgericht bestätigte dies. In seinem Urteil hält das Bundesgericht fest, dass der Fluglotse eine konkrete Gefährdung geschaffen und seine Sorgfaltspflichten verletzt habe. Der Verurteilte argumentierte hingegen, dass nie eine konkrete Gefahr bestanden habe, weil sich die Flugbahnen der beiden involvierten Maschinen nicht gekreuzt hätten. Dieses Argument lässt das Bundesgericht jedoch nicht gelten, weil auch unerwartete Einflüsse zu erwarten seien.

Und mit diesem Urteil wurde die “Just Culture” Fehlerkultur, welche auf Vertrauen basiert und davon ausgeht, dass der Fluglotse straffrei bleibt – ausser er hat grobfahrlässig oder vorsätzlich gehandelt, aus den Angeln gehoben. Das hat für die Fluglotsen natürlich den Druck unglaublich erhöht und aus diesem Grund sollten wir im Moment “die Kröte schlucken” und auf künftige gute Lösungen hoffen.

1 Like

Na ja, kommt darauf, was “länger” bedeutet. Mein letzter freigegebener Flug fand aus meiner Sicht eher kürzlich statt.

Das ist nun schon seit ca. Mitte Juli so.

Eben, das wäre “länger”. ich habe aber eine andere Erfahrung.