Frage zu Grundstücksfotografie / Architekturwesen

Guten Tag miteinander

Mein Name ist Chris und bin soweit auch ein der „neuen“ der mit Drohnen fliegt für unser Architekturbüro.

Uns ist es deshalb sehr wichtig, dass wir uns bei unseren Aufnahmen auf der richtigen Seite bewegen. Zu genüge gibt es Private die sich einen deut um das DSG und alle weitern Richtlinien scheren, weshalb wir ja auch diese negative Einstellung der Bevölkerung haben.

Zurzeit fliegen wir mit deiner Mavic Pro 2, welche auch registriert ist.

Wir haben ein Projekt in Tagelswangen, dafür haben wir auch eine Koordinationsbestätigung von Skyguide. So oder so müssten wir die Grundstückbesitzer um Erlaubnis fragen, wenn wir Ihr Grundstück überfliegen würden. Im Grundsatz sind mir die Rahmenbedingungen klar - Was man darf und was nicht.

Was mir aber noch etwas auf dem Magen liegt oder Sorgen macht sind die angrenzenden Nachbarhäuser

hierzu eine klenien Erläuterung zum Projekt:

Wir möchten ein Drohnenfoto machen damit wir nachher die Visualisierung einbauen können für den Verkauf. D.h. ich schwebe ca 15m -25m ab Boden und werde einen Shot machen. Es wird wahrscheinlich so sein, dass ich angrenze Häuser noch etwas sehen werde auf den Fotos, natürlich werde ich diese so gut als möglich beschneiden. (Habe anbei noch von Googlemaps das 3d raufgeladen, als Beispiel wie man die Nachbar sehen könnte.)

Aber nun zu meiner Frage, wenn sich keine Personen darauf befinden ist das im legalen Rahmen? Oder zählt dies schon zu einer unerlaubten Handlung? Wie geht ihr mit so eine Situation um?

Hallo Chris

Deine beschriebene Schwebehöhe von 15 bis 25m ab Boden kann auch ohne ersichtliche Personen darauf als Verletzung der Privatsphäre ausgelegt werden. Sind doch Details aus dieser Höhe ersichtlich, die aus der normalen Perspektive nicht einsehbar sind. Dazu gibt es auch ein Gerichsturteil, als eine Bauverwaltung mit der Drohne nach widerrechtlich erstellten Bauten Quartiere mit einer Drohne absuchte und sich mehrere Bürger erfolgreich dagegen wehrte – upps. (Info im Zentralplus)

Für ähnlich Immobilienaufnahmen sind wir jeweils so vorgegangen, dass wir luftrechtliche Abklärungen wie Schutzzonen usw. im Vorfeld abklärten und Bewilligungen einholten. Anschliessend wurden die tangierten Liegenschaften und die zuständigen Behörden (Gemeindeverwaltung, Repol, Kapo) mit einem Brief angeschrieben und das Vorhaben erklärt mit Angaben zum ungefähren Aufnahmezeitraum (Tag, Ausweichdatum, Zeiten). Weiter waren da Auftraggeber, Projekt, Verwendungszweck der Aufnahmen und Pilot mit Kontaktangaben vermerkt. Am Flugtag kurz vor dem Start wurde nochmals Repol und Kapo informiert. Das hilft, weil normalerweise kriegen die unmittelbar nach dem Start Anrufe (hier in meiner Umgebung jedenfalls).
Mit dieser Vorgehensweise sind wir in den letzten Jahren ohne eine Reklamation durchgekommen. Der eine oder andere Anwohner hat sich vorab gemeldet und um eine Luftaufnahme seines Grundstücks/Haus gebeten – was wir jeweils im Sinne des Konsens gerne gemacht haben.
Spontane kurzfristige Flüge sind so schwer zu realisieren, das sind aber auch die, welche am meisten Reklamationen und Diskussionen verursachen. Und ja, es bedeutet etwas Aufwand.

Viele Grüsse und gutes Gelingen
Andy

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Lieber Andy

Herzlichen Dank für deine Rückmeldung, Du hilfst mir ungemein mit deinen Hinweisen. Wir haben auch schon ein Schreiben vorbereitet, aber Du gibst mir da einige Details mehr die sehr hilfreich sind.

Wir haben bis Ende dieses Monats noch die Flugbewilligung (Koordinationsanfrage von Skyguide)
Also denke ich, wenn wir nächste Woche den Flug machen können - sollte das als genügende Vorlaufzeit gelten - so hoffe ich jedenfalls.

Danke und einen schönen Tag.

Hallo zusammen
Gleich darauf aufbauend: Ab welcher Flug-/Aufnahmehöhe würdet ihr sagen, müssen nicht mehr alle Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer informiert werden? Ich denke da an Aufnahmen eines ganzen Quartiers oder einer ganzen Gemeinde ab 50m Flughöhe über Boden.
Google, Swisstopo uva. stellen ja Luftbilder in einer sehr genauen Auflösung frei zur Verfügung. Da wurden kaum alle Betroffenen vorab informiert.

Beste Grüsse
Sario

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Hallo Sario

Das kann ich Dir leider auch nicht beantworten. Würde mich eigentlich auch noch interessieren.
Vielleicht kennt da jemand etwa die Grundlage welche rechtlich unbedenklich ist.

Gruss Chris