Flugverbot über Gewässern im Kanton Luzern

Guten Morgen,

Wie ihr im Titel schon lesen könnt, ist es wohl im ganzen Kanton Luzern verboten, über Gewässern zu fliegen.
Folgender bizarrer Vorfall ereignete sich am letzten Wochenende:

Ein Bekannter flog ein Hobby-Modellflugzeug aus Styropor (!!) über dem Luzerner Seebecken. Er steuerte das Modell von seinem Boot aus. Plötzlich tuckerte die Luzerner Seepolizei an. Da Flugzeug wurde beschlagnahmt und er wurde angezeigt. Nicht etwa wegen einer Verletzung der Flugverbotszone, sondern weil das Fliegen über dem See verboten ist.

Das Modellflugzeug ist laut seinen Aussagen keine 500g schwer, es handelt sich mehr oder weniger um ein Spielzeug. Die Flugverbotszone wäre also irrelevant, wenn er sie überhaupt verletzt hat, er ist vielleicht noch in der Kontrollzone gewesen.

Ich kann es wirklich nicht glauben, woher soll man wissen, dass man über dem See nicht fliegen darf? Ja, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Trotzdem, das grenzt ja an Anarchie? Oder wer von Euch hat schon die Verordnung über die Schifffahrt des Kanton Luzern gelesen?

Ist dieses Gesetzt für uns überhaupt relevant?

§ 1Zweck
1
Die Verordnung regelt den Vollzug des Binnenschifffahrtsrechtes des Bundes sowie die Benützung der luzernischen Gewässer durch Schiffe und legt die Zuständigkeiten fest.

Dann aber unter dem Punkt 1.4 Verschiedene Vorschriften

§ 18 Modellschiffe und -flugzeuge

1
Das Betreiben von Modellschiffen ist ausserhalb der inneren Uferzone und in Naturschutzgebieten nicht gestattet. Die Geschwindigkeit von 10 km/h darf nicht überschritten werden.

2
Rennmässige Veranstaltungen mit motorisierten Modellschiffen sind nicht gestattet.

3
Modellflugzeuge dürfen weder auf noch über einem Gewässer eingesetzt werden.

Das heisst, diese Verordnung verbietet uns allen den Flug über Luzerner Gewässer, unabhängig davon, ob Einschränkungen vom BAZL bestehen?
Ist das überhaupt zulässig?

§ 2 Geltungsbereich
1
Die Verordnung gilt auf den öffentlichen Gewässern des Kantons Luzern, soweit nicht interkantonale Vereinbarungen Anwendung finden.

Ich bin gespannt, wie hoch das Strafmass für meinen Bekannten wird. Ich würde ihm gerne raten, diese Anzeige anzufechten, bin aber rechtlich zuwenig versiert.

Bin gespannt auf Eure Meinung.

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Grundsätzlich darf jedes Nationale Gesetz von jeder kantonalen oder komunalen Behörde weiter verschärft werden. Das ist Basiswissen aus der Berufsschule, welches hier zur Anwendung kommt. Ob diese Gesetzgebung Sinn macht oder nicht sei dahnigestellt. Das Vorgehen in deinem beschrieben Fall ist daher korrekt.

Meines Wissens wurde die Thematik Luzern und Gewässer schon mal hier diskutiert?!

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Ja, wurde hier im Forum schon mal diskutiert, im Januar 2018, hier: http://forum.drohnenverband.ch/t/flug-ueber-vierwaldstaetter-see/1935

Dank usager,

Leider habe ich keinen Zugriff auf dieses Thema und ich finde es nicht in der Suchfunktion, die ich genutzt habe…

@Swissair01

Wow, welch gekonnte unterschwellige Beleidigung, die du da in deine Antwort gepackt hast. Aber ob bei der Klärung meiner Frage das Wissen aus der Berufsschule ausreichend ist, bezweifle ich stark.

Denn sogar in der Luzerner Schifffahrtsverordnung steht, das die Verordnung nur Anwendung findet, wenn keine höhere Instanz bereits interkantonale Regelungen bestimmt hat. Ich habe den entsprechenden Ausschnitt sogar zitiert.

Die übergeordnete Instanz ist hier ganz klar das BAZL. Das hat auch die Stadt Zürich gemerkt, als sie ihr Drohnenverbot nach drei Monaten wieder abgeschafft hat.

Ich wollte eigentlich wissen, ob die Bestimmungen des Kantons somit überhaupt rechtsfähig sind, da der Bund den Luftraum und den Betrieb von Modellflugzeugen bereits regelt. Ich wollte wissen, ob es praktikabel ist, vom normalen Füdlibürger zu verlangen, dass er sich nicht nur beim BAZL informiert, sondern alle Verordnungen der Kantone nach Ausnahmen durchwühlt. Ich der Meinung, dass diese Anzeige, sollte man sie anfechten und im Notfall sogar vor ein Gericht ziehen, nicht rechtsfähig ist.
Man kann auch nicht von einem Autofahrer verlangen, dass er jede kantonale Verordnung durchackert, um irgendwo unter dem Punkt “Verschiedenes” Bestimmungen zu finden, welche Verkehrsregeln für Autofahrer ändern oder verschärfen.
Man kann meiner Meinung nicht von einem Modellflugpiloten verlangen, dass er auf die Idee kommt, neben den bekannten Bestimmungen vom Bund, in eine kantonale Schifffahrtsverordnung zu schauen.

Ich habe meinem Bekannten gesagt, er solle genau so argumentieren. Er habe sich beim Bundesamt als übergeordnete Stelle informiert und sei somit mit bestem Wissen und Gewissen geflogen.
In der Schifffahrtsverordnung werde zudem darauf hingewiesen, dass bei übergeordneten interkantonalen Gesetzen, auch eben diese zur Anwendung kommen. Und natürlich, dass man nicht vom Bürger verlangen kann, dass er in jeder Verordnung nach Ausnahmen sucht.

Wir werden leider nie erfahren, wie ein Gericht bei dieser Argumentation entscheiden würde… Die Seepolizei hat die Anzeige nämlich anschliessend zurückgezogen… :stuck_out_tongue_closed_eyes:

Also kann ein Moderator meinetwegen dieses Thema löschen. Hat sich erledigt.

Schade, dass man hier gegen eine liberale Handhabung von Modellflugzeugen und Quads ist. Schade, dass man hier beleidigt wird, anstatt dass man versucht zu helfen.
Dies war mein letzter Besuch beim Drohnenverband. Ich fühle mich hier nicht willkommen. Mir erscheint der Verband immer mehr zu elitär und hochnäsig. Ich persönlich habe den Eindruck, man ist nur willkommen, wenn man eine Drohne Marke Eigenbau besitzt, eine Profidrohne wie die Matrice fliegt oder mit Drohnenfliegerei sein Geld verdient.

Hobbypiloten möchte man so gut wie möglich mit lächerlichen Vorschriften und Gesetzen am Boden halten. Wir haben sowieso in der Berufsschule nicht richtig aufgepasst.

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Hallo Spitfire

Es ist schade, dass Du so empfindest wie Du schreibst. Ich kann es nicht beweisen, jedoch bin ich der Meinung, dass die Mehrheit der Besucher und Mitglieder Hobbymodellflug- und Drohnenpiloten sind.
Swissair 01 ist äusserst kompetent und hat schon vielen Kameradinnen und Kameraden geholfen.

Dass Du hier angefragt und Eurer Erlebnis mitgeteilt hast finde ich sehr positiv und kann sicher noch vielen helfen.

Die Kantone dürfen eigene Regelungen aufstellen und das muss halt ein Modellfugpilot wissen. Leider gehört diese Pflicht sich zu informieren dazu und wenn es nur in den VLK SR 748.941 ist, wo die Vorschriften über das Modellfliegen und andere Flugkörpereinsätze im Detail beschrieben werden.

Zitat:
Art. 19 Kantonale Vorschriften

Die Kantone können für unbemannte Luftfahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 30 kg Vorschriften zur Verminderung der Umweltbelastung und der Gefährdung von Personen und Sachen auf der Erde erlassen (Art. 51 Abs. 3 LFG).

Damit ist klar, dass solche Regelungen von Kantonen Rechtens sind.
Und was das Gewicht anbelangt, so haben die 500 Gramm wohl hier keinen Einfluss. Es geht um die Störung der Umwelt, so wie z.B. auch bei Naturschutzgebieten.

Dein Erlebnis zeigt, dass die angedachten Regelung, die angehenden Modellflugpiloten in einen Kurs zu schicken für die Gesetzeshüter, die betroffenen Orte, wie auch für die Modellflugpiloten viele Probleme lösen könnte. Dass das Fliegen halt mit Restriktionen verbunden ist einfach so. Wir befinden uns in der 3. Dimension.
Es ist leider nicht immer soviel Fun dabei, wie es die vielen Anbieter suggerieren.

Swissair01 hat Dich und Deinen Kameraden mit Sicherheit nicht beleidigen wollen. Die Kommunikation in unserem Forum ist äusserst höflich, unterstützend und Rücksichtsvoll. Er hat sich nur die Mühe gemacht und versucht Dir zu helfen und Dir zu sagen, dass diese Vorschriften von Luzern gemacht werden dürfen.
Es gibt eine Sammlung von Vorschriften ausserhalb der VLK von Kantonen und Gemeinden.. Wenn Du ergänzend Orte mit eigenen Vorschriften kennst, melde dies bitte.

Dass Du keinen Zugriff in den Memberbereich hast bedeutet vielleicht, dass Du kein Mitglied bist und deshalb konntest Du dieses bestehende Thema nicht einsehen. Das ist verständlich.

Solltest Du selber auch fliegen, empfehle ich Dir eine Mitgliedschaft. Denn in absehbarer Zeit wird es viele, sehr viele Änderungen geben. Ich bin mir sicher, dass im Forum vom Drohnenverband diese neuen Vorschriften bis ins Detail kommuniziert und erklärt werden. Es wird zu Beginn der Vorschriftenumstellung viele Fragen geben obwohl jene, die diese Vorschriften rausgeben (müssen) denken, sie hätten es gut kommuniziert.
Es wird Hintergrundinformationen geben, die sonst nur schwer zu finden sind. Eben, so wie Du eingangs geschrieben hast.

Ich wünsche Dir und Deinem Kameraden alles Gute und vielleicht bis demnächst im Memberbereich.

Herzliche Grüsse
Peter

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So wie ich es sehe, handelt es sich hier eher um ein Missverständnis. Nach meiner Erinnerung hat Swissair01 einen beruflichen polizeilichen Hintergrund. Diese Tatsache erklärt wohl den als “beleidigend” empfundenen Satz.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das hier im Forum eigentlich jeder kompetente Hilfe bekommt bei Problemen oder Fragen. Egal ob er gewerblich unterwegs ist oder als Hobby-Dronist.

Mit Blick auf die neue Gesetzgebung der EU, wonach bei Drohnen die EU die Regeln macht bis runter auf 0 Gramm und dabei von “Durchführungsrechtsakte für unbemannte Luftfahrzeuge” gesprochen wird sowie die 182/2011/EU gilt, und folglich die EU jedes nationale und kantonale Recht übersteuern und einschränken könnte, drängen sich leider die Fragen auf ob die Kantone und Bund in Zukunft überhaupt noch Einschränkungen für Drohnen machen dürfen und wie weit man noch mit dem Berufsschulwissen kommen wird.

Ich möchte mich dafür entschuldigen , dass meine Äusserung betreffend der Berufsschule vielleicht etwas zu lapidar formuliert war. Mir liegt es fern irgend eine Person persönlich anzugreifen oder gar zu beleidigen.
Mir geht es darum, dass unabhängig vom Regelwerk im Bereich des Dronenflugs einen fortwährende “ja, aber- Mentalität” herrscht. Ganz nach dem Prinzip: Ich habe einen Fehler gemacht, also sind die anderen Schuld. Mit dem Schlussfazit das ein Anwalt darauf angesetzt wird.

Legen wir die Fakten dar: Eine 3. Person (Nicht Spitfire) hat einen Fehler gemacht (wohlbemerkt eine Übertretung vergleichbar mit dem Sicherheitsgurt beim Autofahren). Der Verfasser des Beitrags regt sich enorm darüber auf. Darauf informiert er sich im Internet und wird offenbar problemlos über das Regelwerk fündig und informiert sich. Er stellt fest, sein Kumpel hat einen Bock gemacht. Nun wird erwartet, dass ein Verband welcher im Dronensektor tätig ist, ein Schlupfloch findet, damit diese 3. Person, welche absolut gar nichts mit dem Verband zu tun hat, möglicherweise straffrei ausgeht. Erlaubt mir auch hier wieder den Vergleich mit dem Sicherheitsgurt.

Eine solche Situation finde ich irgendwo zwischen komisch und tragisch. Ich möchte angemerkt haben, dass ich hier mich als Privatperson äussere und nicht im Auftrag des Verbandes. Um so befremdlicher finde ich die eher negative Äusserung über den Verband. Ich betreibe das Hobby weder professionell noch verdiene ich Geld damit. Eine Drone habe ich auch noch nicht selbst gebaut (die währe wohl höchstens als Rasenmäher geeignet) Es stimmt, hier drin hat es echte Cracks aus dem Dronenbereich. Ich fühle mich aber auch als 0815 Hobbypilot (inzwischen) :wink: sehr gut beim Verband aufgehoben.

Sorry nochmals für das mögliche Missverständnis… Und nein, ich arbeite nicht bei der Luzerner Polizei :slight_smile:

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Ach ja, Luzern ist ein leidiges Thema. Je nachdem muss bei der Polizei und zusätzlich bei der Seepolizei und der örtlichen Behörde – wenn es nicht direkt die Stadt betrifft. Das heisst ziemlich viel Aufwand, den ich mir für Freizeit-Luftfotografie spare und nur bei einem Auftrag in Angriff nehme.

Wer auf Instagram unterwegs ist, sieht sehr häufig Drohnenfotos von Luzern, die über der Stadt, über dem See und auch in fragwürdigen Höhen gemacht wurden. Die Bilder werden dann auch häufig vom Blick gefeatured. Auch sehr angesagte Individuen auf IG kümmern sich einen Deut um die herrschenden Gesetze, weder die nationalen, noch die regionalen.

Ich habe von diesem Verbot gewusst, da ich mich bezüglich eines Fotoauftrags schlau machen musste. Damals handelte es sich um eine Fotoaufnahme, die nur vom See aus gemacht werden konnte. Aber auch ich musste eine kurze Recherche im Internet durchführen um dann von diesem Unsinn zu erfahren.

[quote=“Dsign, post:9, topic:2293, full:true”]
Wer auf Instagram unterwegs ist, sieht sehr häufig Drohnenfotos von Luzern, die über der Stadt, über dem See und auch in fragwürdigen Höhen gemacht wurden.[/quote]
Letztes Jahr war ich mal in Luzern und da liessen gleich mehrere(!) asiatische Touristen ihre mitgebrachte Selfi-Drohne direkt auf der vielbegangenen Seebrücke steigen und herumfliegen um sich und die Stadt zu fotographieren. Daher ist es meines Erachtens nicht erstaunlich wenn es viele Drohnenfotos von Luzern und anderen Sehenswürdigkeiten gibt.

Weiss nicht ob die Polizei heute permanent anwesend ist um das Recht durch zu setzen. Es zeigt aber einen Schritt weit leider auf dass Schweizer- oder europäisches Drohnenrecht, von der elektromagnetischen Verträglichkeits-Verordnungen (EMV) ganz zu schweigen, an manchen Orten nur schwer durchgesetzt werden kann.

Vorweg, ich bin weder Anwalt noch sonst ein Rechtsgelehrter, folglich sind alle Angaben ohne Gewähr.

Grundsätzlich darf der Kanton Gesetze über unbemannte Luftfahrzeuge erlassen, das ist so im Artikel 2a der Luftfahrtverordnung geregelt. Ob unter oder über 0.5kg spielt da keine Rolle,
Allerdings habe ich mir diese „Verordnung über die Schiffahrt mal genauer angesehen und meiner Meinung nach ist die ziemlich stümperhaft gemacht worden. Zuerst werden in der Verordnung alle Rechtsgrundlagen erwähnt. Darunter sind aber nur Artikel aus den Gesetzen der Schifffahrt dabei, nicht aber Artikel 2a Absatz 2 LFV, der besagt: “Die Kantone sind ermächtigt, für unbemannte Luftfahrzeuge mit einem Gewicht von weniger als 30 kg Massnahmen zur Verminderung der Umweltbelastung und der Gefährdung von Personen und Sachen auf der Erde zu treffen.” Zur fehlenden Rechtsgeundlage kommt erschwerend hinzu, dass die Kantone gemäss diesem Artikel aus der LFV nur bis 30kg Regeln aufstellen dürfen. Im Artikel in der Schiffahrtsverordnung wird aber nicht differenziert zwischen über und unter 30kg. Folglich ist der Artikel zumindest zu Teilen ungültig, da er gegen geltendes Bundesrecht verstösst. Ob die Teilungültigkeit eines Artikels diesen auch vollständig ungültig macht oder nicht, müsste nun ein Richter klären. Sollte dem so sein, würdest du um die Busse herum kommen. Aufgrund dieser beiden Fehler, hätte man durchaus Chancen vor Gericht, den Gang dorthin kann ich dir aber überhaupt nicht empfehlen. Das zu erwartende Bussgeld schätze ich auf deutlich unter CHF 500. Da die Gerichts- und Anwaltskosten ein Vielfaches davon betragen, würde ich einfach in den sauren Apfel beissen und bezahlen.

Hallo zusammen

Ja das ist richtig, verschärfende Bestimmungen können erlassen werden. Die Flugverbote welche in Gemeinden, Landstrichen und Kantonen erlassen wurden, sind aber vielfach Rohrkrepierer wie letzthin ein Entscheid in Lausanne gezeigt hat.
In der Stadt Luzern wird geflogen, aber auch oft mit Bewilligung. Luzern verlangt eine Drehgenehmigung die man für ca. 250.- erhält. Dies auch über dem See. Den Grund fürs Flugverbot seht ihr also. Ihr müsst Euch aber auch bewusst sein, dass es Flieger gibt, die sich um nichts kümmern. Wir haben aber da Flugverbotszonen welche die Stadt tangieren, weshalb man einfach alles verboten hat, auch aus Gewässerschutzgründen. Darum gehts nämlich, nicht um Schiffe !

Gruss Dominique

PS: Sei versichert, du bist gut aufgehoben im Verband, sonst melde Dich !

Dominique D. Peter
Comissionleader Public Safety & SAR
Exam Expert SFCD

Swiss Federation of Civil Drones (SFCD)
Schweizerischer Verband Ziviler Drohnen (SVZD)
Fédération Suisse des Drones Civils (FSDC)
Federazione Svizzera Droni Civili (FSCD)
CH-3000 Bern

Wie sieht es denn aus mit der Drohne des schweizer Militärs? Müssen sich die sich nicht auch an die Schiffahrsverordnung halten? Denn in der Schiffahrtsverordnung des Kantons Luzern ist ja das Gewicht nach oben offen.

Lustig (oder traurig) ist ja auch dass man auf Websites von Tourismus, Kanton, Städten sowie Gemeinden von Luzern praktisch überall auf Fotos von solchen illegalen Drohnenflügen findet. Beispielsweise gleich das erste wenn man auf luzern.com geht. (Ich gehe davon aus dass es eine Drohnenaufnahme ist)

Die gleiche Einschränkung findet sich im übrigen auch im Kt. Aargau…

Hallo Grevo

Für die Kleindrohne gelten die gleichen Bestimmungen. Die Grossen fliegen ja in einer anderen Höhe und BVLOS. Deshalb anders klassifiziert. Auf 5500 Fuss interessiert das Seebecken niemanden mehr.

Ja, dass das auch für kleine Drohnen gilt ist klar. Allerdings sagt das Art. 19 der “Verordnung des UVEK über Luftfahrzeuge besonderer Kategorien” dass Kantone Vorschriften für unbemannte Luftfahrzeuge bis 30 kg machen dürfen.
Im SRL 787 wird allerdings keine Gewichtsbeschränkung genannt.
Die Frage ist ob es dann automatisch nur bis 30 kg gilt oder allgemein ein ungültiger Absatz ist.
Da heisst es lediglich dass Modellflugzeuge weder auf noch über Gewässer fliegen dürfen. 5500 Fuss ist ja auch über dem Gewässer.

Hier noch ein paar Beispiele dass sich Kanton Stadt und Tourismusverbände etc. scheinbar ebenfalls nicht an dieses Gesetz halten:
SGV Youtube O3zUyELIw9g
TCS Youtube KYs6wwfD2Uw
Luzern Tourismus: Youtube ZWrFbqzwlgg
Startseite Luzern Tourismus AG http://www.luzern.com/de/
Stadt Luzern: Youtube LY3ghwCy6LI
Kanton Luzern https://www.lu.ch/ (Zufälliges Headerbild)

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Hahaha, und das allerbeste finde ich der Trailer über die Luzerner Polizei. Speziell der Ausschnitt der Wasserpolizei 0:37
https://polizei.lu.ch/wir_ueber_uns/Film

Da ich als Neuling keine weiteren Beiträge zu diesem Thema machen kann hier meine Antwort zum Beitrag von Maagisch unten:

Hallo Peter.

Mir geht es darum dass Klarheit geschaffen wird. Ich bin übrigens in Kontakt mit dem Strassenverkehrsamt Abteilung Schiffahrt und mit dem Bazl.
Ich möchte erreichen dass sich Drohnenpiloten über geltende Gesetze und Verordnungen vernünftig informieren können. Das ist aus meiner Sicht momentan nicht der Fall, deshalb auch die Beispiele. Ob wer was falsch gemacht hat ist egal, wichtiger ist dass in Zukunft weniger falsch gemacht wird.
Das Strassenverkahrsamt Abteilung Schiffahrt teilt mit mir diese Meinung und wird das Problem nun “intern besprechen und nötigen Schritte in Angriff nehmen.”

Bestenfalls würde das Bazl auf die Luzerner Gewässer in der Drohnenkarte vermerken. So wäre allen geholfen.
In der Drohnenkarte werden laut Infobox auch jetzt schon kantonale Verordnungen berücksichtigt. Und oben links heisst es “In Zusammenarbeit mit den Kantonen”.
Drohnenpilote könnten sich besser über geltende Gesetze und Verordnungen informieren. Zusätzlich würde diese Verordnung, wenn sie bekannt ist, mehr diskutiert und so auch schneller an die moderne Technik angepasst werden.

Wer weis in welchen Kantonen noch welche Gesetze und Verordnungen irgendwo lauern welche auch Drohnenpiloten betrifft?
Ich hoffe meine Vorschläge sind genügend konstruktuv.

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Hallo Grevo

Niemand oder vielleicht nur ganz wenige von uns wissen, über welche Bewilligungen die Produzenten verfügt haben. Vielleicht ist es besser, sich einfach nach dem wonach wir uns zu richten haben zu orientieren, statt nach Fehlern anderer zu suchen, ausser wir können daraus lernen. Gibt es ungeklärte Details, können diese, wie ich nachfolgend dazu aufrufe eingebracht werden.

Was nützt uns das Wissen, ob Flüge nun rechtens waren oder nicht? Wenn es falsch war, müssen sich diese Produzenten im Falle einer Anzeige selber verantworten. Wir sollten nicht über andere urteilen und dafür noch unsere wertvolle Zeit verschwenden.

In naher Zukunft wird vieles anders sein und darauf sollten wir uns konzentrieren.
Wer konstruktive Vorschläge für unsere zukünftigen Vorschriften (spätere umgesetzte EASA CH Version), die notwendigen Dokumentationen und Nachschlagewerke machen kann ist herzlich eingeladen dies an Reto zu melden.

Auf diese Weise kann Reto die Wünsche der SVZD Mitglieder und allen Forumteilnehmern in den verschiedenen Besprechungen, wo er und der Vorstand dabei sein werden einbringen und damit wirklich etwas bewirken das uns allen nützt.

Vielen Dank.
Liebi Grüess

Peter

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Ich würde vorschlagen, dass nun nicht alle Piloten das BAZL bombardieren. Ich war in Bezug mit den kommunalen Einschränkungen bereits mit der Rechtsabteilung des BAZL in Kontakt und habe dort auf diverse lokale und kantonale Einschränkungen verwiesen. Ich hatte den Eindruck, dass das BAZL da auch noch nicht alles auf dem Radar hatte. Sie haben auf alle Fälle versprochen sich in Zukunft um dieses Thema zu kümmern (ebenso wie auch Herr Holderegger im Beitrag von Schweiz aktuell).

Es wäre natürlich wünschenswert alle Infos an einem Ort (bevorzugt map.geo.admin.ch) zu finden.

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Ja, das wäre in der Tat super, hilfreich und transparent - alles auf einer Karte wie map.geo.admin.ch und auch aktuell zu haben (abgesehen von tagesaktuellen NOTAM natürlich)

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