FLARM UAV eID Standard

Unbemannte Flugzeuge müssen künftig eine eindeutige Kennung und die Position (eID) per Funk übermitteln. Dies ermöglicht eine Fernidentifikation überall und jederzeit, auch ohne Netzwerkanbindung. eID ist ein Kernelement für Verkehrsmanagement, und wird in UTM und U-space genutzt.

Der offene FLARM UAS eID Standard ist verfügbar. Es baut auf dem FLARM-Protokoll auf, das heute über 35.000 bemannten Flugzeug nutzen. Wichtige Anforderungen der kommenden EASA-, FAA- und nationalen Regulierung sind darin umgesetzt. Der Standard ist einfach und kostengünstig zu implementieren, lizenzfrei und bietet optionale Sicherheitselemente.

Und nun etwas Werbung:
Für eine effiziente Produktintegration bieten wir Entwicklungskits für Drohnen sowie ein Referenzdesign für eID an. UAV-spezifische Endprodukte sind hier aufgelistet.

Gruss
Andrea Schlapbach
info@flarm.com

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Danke für die Links.
Faszinierend wie leicht die Flarm-Module mittlerweile sind. Und es wirkt meines Erachtens vorausschauend dass das ID-Modul direkt in Crossfire integriert wurde.

Nur wie will man hier den französischen Standard erfüllen wonach die eID via Wifi 802.11n 2.4GHz ausgesendet werden sollte? Zumal Frankreich einen grossen Einfluss auf die EU hat und daher die Wahrscheinlichkeit hoch ist dass der französische Standard zum EU Standard wird? Wenn sich die Franzosen durchsetzen, dann können die Flarm-Module nur im amerikanischen Luftraum “Tier 3” eingesetzt werden. Oder baut man hier dann ein Kombimodul das beide Standards erfüllt?

Das Drohnengesetz 2016-1428 in FR ist 2016 in Kraft getreten und erzwingt unter anderem e-Id und Beleuchtung bis Mitte 2018 (neue Drohnen) bzw. Anfangs 2019 (alte Drohnen), im Bereich 0.8 - 25kg. Die Konkretisierung dazu (in der CH würde man von Verordnung oder so reden) in der Form von jeweils 5 décrets bzw. arrêtés wurde im Aug 2017 in die öffentliche Vernehmlassung geschickt, relativ kurzfristig wurde das Thema e-Id und Beleuchtung da aber ausgenommen. Gründe dafür waren in etwa: technische Komplexität, unterschiedliche Erwartungen, kollidierende Interessen der inneren Sicherheit, Zivilluftfahrt, Modellfliegerei, Industrietheater (die ganz grossen und ganz kleinen), Uneinigkeit der Expertengruppe.

Ende 2016, im März und Juli und ad-hoc nochmals im Okt 2017 fanden je Demonstrationstage in Frankreich statt, bei denen initial über ein Dutzend Hersteller ihre Konzepte, Ideen und Produkte zeigen konnten, relativ zu einem einigermassen klar definierten Anforderungsprofil. Mit Stolz haben wir in jeder Demo alle Anforderungen erfüllt, jeweils alleine oder mit einem oder zwei Konkurrenten. Die Events waren regelmässig chaotisch. bspw. hat der grösste FR Drohnenhersteller verpasst, sich für den Juli-Event anzumelden, und wurde dann adhoc ins Programm reingewürgt. Andere waren erstaunt darüber, dass auf dem Drohnentestgelände in Südfrankreich kein Natelempfang vorhanden war.

Ab Mitte August 2017 stand der Verordnungsentwurf, der 2 Varianten für e-Id zugelassen hat: Einerseits eine Lösung (gepusht von DelairTech + Parrot), sofern die Bodenstation zuverlässig über das Internet an ein API der Regierung Daten senden kann (wobei die Kommunikation zwischen Drohne und Bodenstation nicht konkretisiert werden muss), andererseits eine FLARM-basierte Lösung mit Verweis auf den damals bereits im Draft bestehenden FTD-129 Standard (gepusht von der Zivilluftfahrt, namentlich DGAC), mit dem Vorteil, dass man zusätzlichen Sicherheitsgewinn ziehen kann aus der über 10’000 FLARM Geräten und der Bodeninfrastruktur in FR alleine.

Beide Varianten sind nun rausgekippt, Gerüchten zufolge auf Druck von DJI und deren Produkt AeroScope. Die aktuelle Vernehmlassung dauert noch bis Ende Woche, Details siehe

Wir haben aufgrund unserer Informationen aus FR Grund zur Annahme, dass der Entwurf nochmals deutlich umgebaut wird, und nicht als Blaupause für Europa genommen wird.