BAZL & Drohnenregulierung ab 1. Januar 2021

Lieber Vorstand
Habt ihr betreffend Umsetzung entsprechende Vorinformationen oder sind diesbezüglich Gespräche mit dem BAZL geplant?

Gruss und einen schönen Abend

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Wäre noch spannend zu wissen. Der TCS gibt aus seiner Homepage mächtig Gas…dort stehen sogar „schon“ Daten.
Gruss Blindflug…

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Entweder ist der Vorstand im Urlaub oder er hat weder Vorinformationen noch geplante Gespräche mit dem BAZL.

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Die Informationen auf der BAZL Webseite gehen implizit von einer baldigen Rechtsübernahme aus, die zumindest formal weder für 2019/945 noch 2019/947 bisher stattgefunden hat, und die aufgrund diverser Widerstände allenfalls nicht so stattfinden könnte, wie sich das BAZl vorstellt. U.a. deshalb wurde wohl die Rechtsübernahme nicht im ersten Halbjahr 2019 beschlossen, wie das geplant war.

Insofern beschreibt die Webseite einen hypothetischen aber wahrscheinlichen Zustand, für den die Rechtsgrundlage allerdings heute nicht besteht.

Aufgrund der im BAZL (und wohl auch beim UVEK und BR) erwarteten Rechtsübernahme sind die auf der Webseite dargelegten Informationen allerdings von praktischem Nutzen vorbereitend auf 2021 und später.

Die Delegierte Verordnung (EU) 2019/945 ist in der EU (exkl. Schweiz) bereits seit Sommer 2019 in Kraft. Die Durchführungsverordnung (EU) 2019/947 sollte – ebenfalls in der EU - hingegen erst per 1. Juli 2020 anwendbar sein.

Aufgrund von Corona haben sich einige Mitgliedstaaten aber dafür eingesetzt, dass die Anwendbarkeit der Verordnung (EU) 2019/947 um ein halbes Jahr zeitlich nach hinten verschoben wird. Diesem Ersuchen ist die EU nachgekommen und hat mit der Regulierung (EU) 2020/746 die Anwendungsfrist auf den 31. Dezember 2020 festgelegt (was auch dem Titel dieser Verordnung entnommen werden kann).

Die Schweiz hatte geplant, die neue EU-Regulierung ebenfalls per 1. Juli 2020 zu übernehmen und das BAZL hatte auch bereits die nötigen Schritte vorbereitet. Eine Übernahme von EU-Recht, welches teilweise noch nicht anwendbar ist, hätte aufgrund der benötigten rechtlichen Anpassungen und Abstimmungen mit der nationalen Gesetzgebung zu Lücken in der Regulierung geführt. Aus diesem Grund hat sich das BAZL nach der Kommunikation des Entscheids durch die EU entschieden, die nationalen Bemühungen zur Übernahme des neuen EU-Rechts zu stoppen. Stattdessen wird nun ebenfalls auf eine Übernahme des EU-Rechts auf Anfang 2021 hingearbeitet.

Die unter der Rubrik «neue Drohnenregulierung» auf der BAZL-Webseite aufgeschalteten Informationen betreffen effektiv die kommende Regulierung. Da diesbezüglich viele Fragen auftauchen und das BAZL die Bevölkerung gerne frühzeitig über die neuen Bestimmungen informieren möchte, findet man dort und in den dazugehörigen FAQ viele nützliche Informationen betreffend die neue EU-Regulierung. Die übrigen Unterseiten geben Auskunft über die nach wie vor geltenden Bestimmungen (inkl. Informationen für Bewilligungen oder Link zur «Drohnenkarte»). Das BAZL wird demnächst zudem eine komplett überarbeitete Version ihrer Webseite präsentieren, welche die Informationen übersichtlicher und entsprechend den Bedürfnissen der jeweiligen Betreiber darstellen wird.

Bei weiteren Fragen bitte direkt und persönlich mit dem Vorstand Kontakt aufnehmen. Der Vorstand informiert über unsere Webseite unter „News“, wo wir auch den aktuellen Stand gemäss Info BAZL immer nachtragen.

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Danke für die Antwort…

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Schliesse mich dem Dank an.

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Ich hatte noch Kontakt mit dem Bazl im Bezug zur Frage ob vorab abgelegte Prüfungen anerkannt werden oder ob man diese genannte Online Prüfung trotzallem noch ablegen muss, die Antwort dazu:

Sehr geehrter Herr Grimm

Die neue Regulierung sieht für die meisten Anwendungsfälle in der offenen Kategorie eine Registrierung des Piloten sowie eine Onlineschulung und einen Onlinetest vor. Die Schweizerische Gesetzgebung sieht derzeit keine Ausbildungspflicht für Drohnenpiloten vor. Die Absolvierung von Kursen und Prüfungen basiert bisher auf freiwilliger Basis der jeweiligen Piloten. Mit der Übernahme der EU-Regulierung muss die Schweiz eine Ausbildungslösung vorweisen können, die ein Onlinetraining sowie eine Onlineprüfung beinhaltet. Die bereits freiwillig erworbenen Lehrgänge und Zertifikate können leider bei der Umstellung auf das neue System grundsätzlich nicht anerkannt werden. Bei der zukünftigen Lösung wird jedoch darauf geachtet, dass diese für die Kategorie offen möglichst kostengünstig und wenig zeitaufwendig ist.

Sie finden alle nötigen Informationen auf unserer Homepage: https://www.bazl.admin.ch/bazl/de/home/gutzuwissen/drohnen-und-flugmodelle/Europaeische_Drohnenregulierung_uebernommen.html

Freundliche Grüsse

Nadia Lienhard

Coordinator Innovation und Digitalisierung

Hallo AGI_BL4410

Diese Antwort auf Deine Frage steht auch schon seit langer Zeit unter „NEWS“ auf dieser Webseite!
Bitte nicht unnötig das BAZL immer wider mit den gleichen Fragen belasten.
Unter „NEWS“ auf dieser Webseite informieren wir sobald es etwas Neues zu informieren gibt.

Unsere Mitglieder erhalten im Forumbereich „Member“ detaillierte Informationen sobald solche vorliegen!

Hatte mich aber vorab Telefonsich bei der Geschäftsstelle erkundigt und die nette Dame dort hatte leider keine Ahnung dazu… darum habe ich mich dann beim Bazl erkundigt. Auf das Forum wurde ich erst danach aufmerksam.

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Vielleicht würde man sich vom Verband eine etwas offensivere Informationspolitik wünschen…

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Also wenn ich als neuer Benutzer die Webseite des Verbandes gut anschaue, finde ich, dass der Vorstand sehr proaktiv informiert.
Schaue mal was Du alles unter News, Infos und Dienstleistungen findest.
Ich finde das mega toll - da fehlt mir nichts.

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Aufgrund dessen das weder die EASA noch die nationalen Behörden auch nur in der Nähe waren, die Verordnung umzusetzen, wurde beschlossen das ein halbes Jahr zu verschieben. Zum Glück kam Corona als Vorwand, kann man da nur sagen.

Weiter sind noch viele Dinge nicht gelöst, was vor allem die gewerblichen Betreiber von Drohnen betrifft. Ich weiss, dass es von verschiedenen Interessengruppen Gespräche mit dem BAZL gibt und finde es schade, dass man den Effort mit dem BAZL als eine Stimme aufzutreten nicht bünden konnte. Das Gespräche mit dem BAZL stattfinden, welche Interessen/Standpunkte vertreten werden etc wird meiner Kenntnis nach bisher nicht dokumentiert. Daher auch mein Kritikpunkt bezüglich Information der Mitglieder - man könnte durchaus auch den Input der Mitglieder abholen… Nur so als Idee.

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Wir haben viele Inputs von unseren Mitgliedern erhalten, die professionelle Drohnenmissionen durchführen. Aufgrund dieser Bedürfnisse wurde die Allianz für eine vernünftige Drohnenregulierung ins Leben gerufen, wo wir aktiv mit diesen Bedürfnissen im Gespräch mit dem BAZL stehen und Lösungen erarbeiten. Siehe dazu die Informationen unter „News“ auf unserer Webseite.
Bedürfnisse der Mitglieder können jederzeit direkt an den Vorstand gerichtet werden (Bringschuld), so wie wir seitens Vorstand auch auf unserer Webseite unter „News“ unsere Mitglieder ständig informieren.
Das Forum (Member) dient dem fachlichen Austausch unter unseren Mitgliedern. Der Vorstand kann sich an solchen einzelnen Diskussionen beteiligen, tut das aber eher im Ausnahmefall.
Via unsere Geschäftsstelle kann der Vorstand schnell und unkompliziert direkt angegangen werden. Bedürfnisse, die uns so erreichen, behandeln wir an unseren regelmässigen Vorstandssitzungen.

EASA Announces Broker Solution To Enable EU-wide sharing of drone registration data
The European Union Aviation Safety Agency (EASA) has delivered a digitalised and secure system for the exchange of drone registration data among the national authorities of the Member States, putting the technical framework in place to allow registered users to fly their drones anywhere in the European Union with a single registration.

Drone users will be legally obliged to register as users of their drones with their national aviation authorities from December 31, 2020, when the European regulation on drones (EU) 2019/947 takes effect.

“Drones are a new entrant to busy urban environments in particular, and it is important that the aviation authorities know who is using them and for what purpose, to ensure that citizens who are going about their daily business feel,and indeed are, safe, even if drones are flying nearby,” said EASA Executive Director Patrick Ky.

“We want to make this process as straightforward as possible for the users. The repository allows information registered with one authority to be shared with others, creating the basis for seamless drone usage across the European Union without the need to register in separate Member States.“

The drone regulation was originally slated to come into force on June 30, 2020, but its applicability was postponed as a result of the COVID-19 pandemic. Initially, it calls for the mandatory registration of drone operators and of “certified” drones, which are typically the larger drones used for business purposes. The regulation includes further provisions that will gradually become applicable up until 31 December, 2022.

The solution launched by EASA on October 15, 2020 is a broker system based on open web technologies and secured standards which facilitates the transfer of drone information between the Member States through the Agency,acting as a hub.

In parallel, it will act as a test case for a larger project to create a fully centralised database of information at EASA,providing the basis for more effective cooperation between EASA and its Member States on certification, oversight and enforcement, as required by Article 74 of the Basic Regulation.

This database, due to be launched in increments between mid-2022 and end-2024, will act as repository for certificates,approvals, licences, declarations and transfers of responsibilities, in addition to the drones registration data.

28/10/2020

http://o5hr.mj.am/nl2/o5hr/m6g1h.html?m=AMwAAIXQEPcAAcpUISQAAGWeHTkAAP-I6oYAJGVJAAS0qwBfmbNIbCKrOTp0QbSjjMCXbYI3bwAEgls&b=9a1be4b3&e=0fb93ebb&x=95pCKWCJx_RS-LyGuJavpi0JMq9RV6oZ6XQHxVA5Zds

Heisst das, dass auch per 1.1.21 weder die EASA noch warscheinlich alle anderen eine fertige Lösung haben und die Verordnung warscheinlich nirgends wirklich umgesetzt wird…?!
Der Austausch der Registrierungsdaten, was ja um Europäisch zu fliegen eine Voraussetzung wäre, wird erst in mehreren Jahren funktionieren…

Zurzeit ist nur klar, dass die neue Regulierung in der Schweiz im Januar 2021 nicht in Kraft treten wird, da sie durch eine parlamentairsche Motion blockiert wurde. Siehe hierzu:

Zurzeit wird im Parlament eine Motion behandelt, die den Bundesrat beauftragt, «bei der Übernahme der Verordnung 2019/947 den traditionellen Modellflug auszunehmen und unter nationalem Recht zu belassen». Je nach Ausgang dieser Beratungen kann es zu einer weiteren Verzögerung kommen, da die Verordnung EU (2019/947) keine Unterscheidung zwischen Drohnen und Modellflugzeugen vorsieht. Momentan ist daher nicht klar, wie sich die Übernahme der Verordnung mit der von der Motion geforderten Ausnahmeregelung vereinbaren lässt und wann die Regelung in der Schweiz in Kraft treten wird. Bis zu diesem Zeitpunkt gilt weiterhin die bisherige nationale Regelung.

Quelle: https://www.bazl.admin.ch/bazl/de/home/gutzuwissen/drohnen-und-flugmodelle/Europaeische_Drohnenregulierung_uebernommen.html

" Global UAS OPS " is an international survey on current & near-future (1 to 2 years) drone operations . It targets Drone Operators in all countries & is available in English, French & Spanish.

Objective: Bring the professional drone operations market into perspective:
n Collect factual information from the international drone operator community
n Identify the drone operators by:
Operational category ( commercial and/or non-commercial )
Type of operator ( corporate, governmental, academia, NGO )
n Identify the market sectors ( current & near-future ) - 25 selections proposed
n Identify the flight missions ( current & near future ) - 33 selections proposed
n Using an operation-centric approach , map & compare the current & future very low level ( < 500 ft ) drone operations market ( VLOS, EVLOS, BVLOS; over densely and/or sparsely populated areas )
n Identify the drone operator community activities to regulators, investors & itself
n Recognise the respondents by name & country of origin in the survey results

Invitation: If your organisation is a drone operator (see definition ), it is invited to participate in this survey. Do not miss this opportunity to make your voice heard.

http://o5hr.mj.am/nl2/o5hr/m6g1y.html?m=AUUAABM40xgAAcpUK04AAGWeHTkAAP-I6oYAJGVJAAS0qwBfmqEnBQ-PsvtgS_e0vFRu7T5O6wAEgls&b=2f5d9020&e=2892e705&x=95pCKWCJx_RS-LyGuJavpi0JMq9RV6oZ6XQHxVA5Zds

Wegen des Entscheids im Nationalrat wird nun die seit langem geplante und vom BAZL vorbereitet Übernahme der Drohnenregulierung auf unbestimmte Zeit verschoben. Mit der Frage muss sich nun der Ständerat auseinandersetzen, was voraussichtlich mehrer Monate in Anspruch nehmen wird. Sollte der Ständerat sich für die Einführung der Regulierung aussprechen, könnte diese doch noch mit einiger Verspätung übernommen werden. Solltet er dagegen der Position des Nationalrates folgen, müsste der Bundesrat Verhandlungen mit der EU aufnehmen, da die Schweiz nicht unilateral nur Teile einer EU-Verordnung übernehmen kann.
Wenn die Schweiz eine Sonderregel für die circa 15’000 in der Schweiz aktiven Modellflugzeugbetreiber möchte, müsste die Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten damit einverstanden sein. Ob die Idee auf Verständnis stossen wird, ist fraglich: Die EU-Staaten wollten ausdrücklich Drohnen und Modellflug in derselben Verordnung regeln, da sich diese im selben Luftraum bewegen.
Bis auf weiteres gelten damit die aktuellen Regelungen in der Schweiz weiter. Der Grossteil der geschätzten 100’000 Drohnen in der Schweiz können damit weiter ohne Registrierung und Kenntnisnachweis geflogen werden.