Artikel 20min

Laut diesem Artikel von 20Min soll es sogar erlaubt sein Drohnen abzuschiessen, wenn sie über ein Privatgrundstück fliegen, da es sich sogar um Notwehr handelt! Unglaublich was sich die Medien alles aus den Fingern saugen um die Zeitungen zu füllen!
Wenn man dem Artikel glauben schenkt könnte man meinen das unsere Drohnen bald freigegeben werden als Zielobjekte für das Schiess training…

Viel Spass beim Fliegen

Grüsse Moritz

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Hallo Moritz, es ist wirkich Wahnsinn was die Leute auf 20min posten. Mit Schrot -oder Luftgewehren in Quartieren rumzuschiessen kann doch nicht sein.
Ich bin nebst der Drohnenfliegereiauch noch Präsi eines Schützenvereins. Bei beiden Hobbys gibt es schwarze Schafe aber auch klare Regeln die eingehalten werden müssen. Aber vielleicht ist der Verkauf von Drohnen in einem Media-Markt oder Interdicount mit “komischen Kunden” und ungeschultem Personal einfach am falschen Ort.
Trotzdem geniesse jeden erlaubten Flug…

Gruss aus der Ostschweiz
Andreas

Der Artikel in 20 Minuten hat mich zur Ueberzeugung gelangen lassen, dass wir dringend einen Numerus Clausus für Juristen brauchen.

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Somit werde ich ab sofort auch auf jeden schiessen, der mich mit dem Smartphone filmt oder fotografiert…aber zuerst auf die Redakteure von 20 Min., die sind echt krank :slight_smile:

Ich bin selber auch Jus Student, deswegen kenne ich mich ein wenig mit der rechtslage aus. Ich kann es verstehen, das man abgeschossen werden kann, wenn man über schützenswerte Objekte fliegt (Gefängnis, Akw, Flughafen usw.) aber über ein Privathaus… vor allem wissen verantwortungsvollen Drohnen Piloten was erlaubt ist und was nicht! Wie die Kollegen auch schreiben sollte man vielleicht den Drohnen verkauf in grossen Elektro geschäften unterbinden, stattdessen genauer überprüfen wer sie kauft und ob diese Person auch eine Ahnung hat. Meiner meinung nach sollte man es so handhaben wie wenn man eine DJI Matrica kaufen will (die man nicht einfach mal so schnell schnell online kaufen kann)

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Ich habe meine Matrice online gekauft

Die Aussagen der Rechtsanwälte sind befremdlich und gefährlich. Vielleicht suchen sie einfach die Kontroverse und etwas persönliches Rampenlicht. Die Aussagen des BAZL sind wesentlich angemessener.

Immerhin betonen die Rechtsanwälte selbst, dass keine Drittpersonen gefährdet werden dürfen, womit sie den Gebrauch von Schusswaffe an sich verbieten und sich selbst widersprechen.

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Journalisten und Redakteure müssen auch von etwasem leben. Und wenn sie bezahlt werden pro Klick auf den Artikel, dann sind reisserische Titel, Inhalte, Kommentare, insbesondere lustige Kommentare Programm.
Wie wäre es daher mit grinsen und weiterklicken?

Ich denke, es gilt, sachlich zu bleiben. 20Min hat es einfach sehr schlecht geschrieben. Die Artikelüberschrift schneidet sich stark mit dem Artikel an sich. Ich glaube kaum, dass Privatdetektive Drohnen verwenden, da diese zu auffällig sind. Einen Einbrecher observieren? …wohl kaum. Personen (neuerdings nennen sie sich Piloten), welche Drohnen fliegen, tun dies in erster Linie zum Spass oder machen schöne Filmchen. Mit den extrem weitwinkligen Kameras sind auch keine relevanten Detail zu erkennen. Die Gefährdung von Dritten durch einen Absturz ist äusserst gering, die Wahrscheinlichkeit, von einem senilen oder fahruntüchtigen Autofahrer “abgeschossen” zu werden ist um das Vielfache höher. Dann gibt es noch eine kleine Gruppe, welche mit Drohnen professionell fotografiert oder filmt, diese Leute wissen genau, was sie tun dürfen und was nicht und sind mit den derzeitigen Vorschriften bestens vertraut und verfügen über die notwendigen Kenntnisse und Ausbildung. Die Einhaltung der Persönlichkeitsrechte gilt am Boden ebenso wie aus der Luft, wir wissen alle, was heutzutage auf dem Boden gefilmt und fotografiert wird und vor allem, was davon ins Netz gestellt wird. Es liegt bei der Vernunft der Personen, welche mit Drohnen fliegen, inwieweit sie sich privaten Grundstücken annähern. Bei professionellen Einsätzen ist es sicher ratsam, die in der näheren Umgebung wohnenden und sich aufhaltenden Personen im Voraus zu informieren, so fern dies möglich ist. Bei mir bewährt sich dies seit langem, obwohl es hie und da wieder zu Diskussionen mit etwas aufgebrachten Personen gibt, welche sich aber nach der Erklärung, was man da grad macht, sehr schnell beruhigen und oft plötzliches Interesse an der Sache zeigen, da sie bis jetzt nur über derartige Negativmeldungen der Klatsch- und Lügenpresse davon gelesen oder gehört haben. Die Bevölkerung wird sich in naher Zukunft an diese nützlichen fliegenden Objekte gewöhnen, welche heute schon von grossen und auch staatlichen Institutionen für Inspektionen von Anlagen jeglicher Art, Vermessungen etc. verwendet werden. Auch wenn man heutzutage TV schaut (zB. Schweizer Fernsehen, ist bald jede fünfte Einstellung eine Luftaufnahme mittels Drohne (mitfinanziert von Billag :slight_smile: ). Aus diesen Überlegungen sollte man den Darstellungen von 20Min und den beiden Rechtsverdrehern aus Basel eigentlich gar keine Beachtung schenken. Und nun muss ich gehen, meine Lipo’s sind geladen und. Ich wünsche euch allen weiterhin tolle Flüge, das Wetter ist perfekt.

Ja das sollte man. Aber da ich mehrfach persönlich deswegen schon angefragt wurde und die eine oder andere Diskussion dazu im ÖV verfolgt habe ist die öffentliche Meinung nun so, dass man in jedem Fall im Zweifelsfall eine Drohne abschiessen darf. So schnell kann man mit einem solchen Artikel Schaden anrichten!

Ich stimme mit dir überein, Reto. Es liegt nahe, dass sich die beiden Anwälte mit ihren Ausführungen Publicity erhoffen: Und wie es scheint, klappt es ja wunderbar. Neben 20min.ch wurde das Thema bwz. der Artikel der beiden Juristen auch von watson bereits aufgegriffen (siehe https://www.watson.ch/Schweiz/Luftfahrt/818077257-Dieser-Anwalt-gibt-Drohnen---zum-Abschuss-frei-----die-Polizei-ist-gar-nicht-begeistert).
Ich möchte in diesem Zusammenhang auch auf den TA-Swiss-Bericht hinweisen. Dort wird zum Thema “eigenmächtige Massnahmen gegen zivile Drohnen” ausgeführt.,“dass es insbesondere angesichts der regelmässig anonymen zivilen Drohnennutzung, wie sie heute an der Tagesordnung ist, zulässig sein sollte, durchaus bestimmt gegen einzelne Störer vorzugehen und die entsprechenden Schranken für den gestörten Besitzer nicht zu hoch anzusetzen.” (S. 168; Hervorhebung durch mich). Die Autoren des TA-Swiss-Berichts wählen also eine viel diplomatischere Ausdrucksweise als die beiden Basler Advokaten (deren ursprünglicher Artikel ist übrigens hier verfügbar: https://balex.law/bei-angriff-auf-die-privatsphaere-abschuss-von-drohnen-erlaubt/).

Ich warte bis der erste idiot wirklich mit einer Waffe einen Multicopter abschiesst. Das dürfte ziemlich lustig werden für den Schützen. Und zwar unabhängig davon ob der Multicopter flieger nun etwas nicht 100% legales gemacht hat oder nicht.
Mit einem Wasserschlauch in 1-5m neben einer Person das teil versuchen zu stören, da sehe ich eigentlich auch keine Probelem, denn da ist es wahrscheinlich dass die Person etwas Filmt was er nicht zu filmen hat.
Aber in >20m über einer Person sieht die Lage ziemlich eng aus…

Das Thema wirft m.E. die Frage auf:
Wenn jemand es schafft mit einer Wasserpistole, Gartenschlauch oder Hochdruckreiniger eine Drohne “abzuschiessen”, flog diese dann nicht zu tief oder zu langsam?
Man versuche doch mal aus 10 Meter Entfernung einen Velofahrer mit einer Wasserpistole zu treffen der mit 5 m/s (ca. 20km/h) unterwegs ist.
Anders ist es bei professionelle Fotoflügen, aber da darf man wohl erwarten, dass die Bewohner des Quartiers eine Woche im Voraus mit einem A4-grossen Flyer im Briefkasten vorinformiert wurden.

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Ich habe das Gefühl, dass alle Medien mit diesen Artikeln aufmerksamkeit möchten. Da es in der Öffentlichkeit ein umstrittenes Thema ist, ist das für die Redakteure ein gefundenes fressen. Was mich daran stört das sie „NUR“ die negativen Punkte thematisieren. Was es für neue möglichkeiten gibt haben diese leider noch nie verfasst.

Ich bin, wie schon auch mehrmals früher, nicht wirklich glücklich über diese Diskussion hier. Was bringt es Leute?. Es erinnert nur stark auf inkompetenten Leserbeiträge in 20Min selber. Wozu haben wir ja den Verband? Bitte sofort reagieren und von 20 Min. eine öffentliche Klärung verlangen. Basta.

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Da ich mich gerade damit beschäftige, habe ich dazu eine Frage.

Welche rechtliche Grundlage gibt es in der Schweiz, welche z.b. einen Abschuss über einem Gefängnis erlauben würde, respektive einen Überflug effektiv verbietet?

Vom XMV (Gesundenmenschenverstand) her ist ja klar, dass man da nicht drüber fliegen sollte. Da ja im Luftraum aber automatisch das LFG/LFV/VLK gilt müsste das ja dort irgendwie geregelt sein. Dazu konnte ich jedoch nichts finden.

Ich beschäftige mich zur Zeit gerade mit Einschränkungen auf Firmengeländen. So wie ich das beurteilen kann, kann die Firma eigene Regeln für Flüge aufstellen, welche von Ihr selbst durchgeführt oder durch sie beauftragt wurden. Flüge welche von anderen Personen unter Berücksichtigung der üblichen Auflagen von BAZL und DSG durchgeführt werden können aber rechtlich nicht angefochten werden, oder?

Wie seht Ihr das?

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Habe soeben eine Mail an das Gefängnis Lenzburg geschrieben und nach deren Vorschriften, Karten und den Gesetzesgrundlagen gefragt. Dies, damit ich es in der Vorschriftensammlung ergänzen kann. Sobald ich eine Antwort habe, teile ich es Dir hier mit. Hoffe Dir dann damit helfen zu können.

Liebe Grüsse
Peter

Na gut ich bin gespannt. Die Sache mit dem Gefängnis war eher plakativ als Beispiel gemeint. Trotzdem interessiert mich die Antwort, die rechtliche Situation dürfte ja für Firmen z.b. nicht schärfer sein als für ein Gefängnis.

Es gibt da schon einen Unterschied. Beim Gefängnis kann der Kanton Vorschriften erlassen.

Nach einer längeren Irrfahrt meiner Anfrage ist sie angekommen. Herr Ruf von der JVA Lenzburg hat mich freundllicherweise angerufen und mich über den Stand der Dinge offen informiert. An dieser Stelle herzlichen Dank an Herrn Ruf.

Information Stand 22.3.2019

Bei den Gefängnissen gibt es keine Flugverbotszone um das Gefängnis.
Z.B. Lenzburg detektiert Drohnen bis in eine Höhe von 250 Metern und ca. 10 bis 15 Meter ausserhalb der Grenzen. Sie verfügen über eine Pistole mit der sie Drohnen auf eine Distanz im Idealfall bis zu 50 Metern abschiessen können. Das geschieht jedoch nur über dem Gefängnisareal und nicht davor. Es gibt weitere Gefängnisse in der CH mit ähnlichem System.
Ich empfehle die Gefängnisleitung zu informieren, wenn Du mit Deiner Drohne in deren Nähe arbeiten musst.

Diese Info ist in dieser Sammlung abgelegt und kann weiterempfohlen werden.

Liebe Grüsse

Peter

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