Ärger mit den No-Fly-Zonen von DJI

Wir wissen ja noch nicht genau, wie das mit U-Space genau gehen wird, sollte es eingeführt werden. Vielleicht gilt es CH-weit flächendeckend und es gibt gar keine Flugverbotszonen mehr wie heute, sondern die Leute von U-Space entscheiden von Fall zu Fall (Bedarf, Ausbildung, Drohnentyp, Sicherheitsmassnahmen usw.) ob man starten darf.

Allerdings brauchen wir für die Planung etwas mehr als nur “vielleicht können wir ja fliegen”. Also braucht es trotzdem etwas wonach wir uns richten können. (auch Jagdbanngebiete, Naturschutzzonen, im Grossraum von Gefängnissen, temporäre Verbotszonen usw.)

Wenn wir nur noch mit Bewilligung von U-Space fliegen dürfen, so müsste eigentlich Dji alle Verbotszonen aus dem System entfernen.
Denn U-Space wird es schon richten. Und alle anderen, kleineren Drohnen dürfen ja heute schon fast alles machen was ihre Piloten wollen. So gesehen müssten bei Dji 2 Gleise laufen, einerseits heute bis U-Space und zeitverzugslos die Softwareanpassung auf danach.

Vielleicht hat jemand zu Dji gute Kontakte und kann fragen, was da wirklich für Wissen und Pläne über unsere luftige Zukunft seitens Dji vorhanden ist und sind…

Es gibt keinen Abschluss in der Sache, der Ärger über DJI bleibt nachhaltig vorhanden, aber die aktuelle Lage ist einigermassen geklärt:

  • DJI kann mit ihren Kunden tun und lassen was sie wollen, ihnen auch Flüge in gewissen Zonen verbieten und nach Willkür erlauben.

  • Ob das mit den versprochenen Eigenschaften der verkauften Drohnen übereinstimmt kann ihnen egal sein, weil sie in China sitzen und kaum jemand dort eine Klage einreichen wird.

  • Die No-Fly-Zonen sind sehr unsauber definiert, umfassen grosse Bereiche, weil ein grosszügiger Kreis rund um ein Objekt, der in Realität noch grösser ist als in der Karte angegeben, gezogen wurde. Hingegen werden andere sensible Bereich (man schaue sich am Flughafen Basel das Nordende der Piste an) nicht erfasst. Das ist einfach nur ein Witz.

  • Die Freigaben, die sie erteilen, schränken den Funktionsumfang der Drohnen ein. Wegpunktflüge zum Beispiel sind nicht möglich. Das gilt auch für die Software von Fremdanbietern. Wer also für teures Geld Pix4D gekauft hat, schaut in die Röhre - geht nicht.

Alles in Allem eine sehr unbefriedigende Situation und ein Zeichen dafür, was in einer vernetzten Welt passiert, wenn eine Firma aus eineam anderen Rechtssystem überhand nimmt.

Achtung: jetzt wird es gefährlich!

Nachdem ich herausgefunden habe, dass die No-Fly-Zonen unklar definiert sind, d.h. meist grösser als in der Karte angegeben, kann ich als Drohnenpilot gar nicht abschätzen, ob ich da reinkomme oder nicht. Die Konsequenz des Treffen der virtuellen Wand ist eine erzwungene Landung, ohne Einflussmöglichkeit des Piloten.

Keine Theorie: ich darf einen Wärmebildauftrag für eine Solaranlage auf einem Tramdepot in der Nähe des “Stade de Suisse” ausführen. Die Anlage befindet sich zwar ausserhalb der No-Fly-Zone, aber basierend auf meinen Erfahrungen kann ich nicht davon ausgehen, dass dies auch tatsächlich stimmt! Wenn ich also einen Wegpunktauftrag aufgebe, und dummerweise kreuzt dieser Auftrag die “virtuelle Wand”, dann landet meine Drohne, wo auch immer sie sei, Strasse, Garten, Tramspur - und ich kann es nicht mehr beeinflussen! Dann wird es einfach nur gefährlich, und die idiotische Aktion mit den DJI Mo-Fly-Zonen verwandelt sich in ein gefährliches Monster.

Ich habe eine DJI Phantom Pro 4 und fliege beruflich ständig in Flugverbotszonen.
Bei mir erscheint jeweils nur beim Start der Hinweis, dass ich mich in einer Flugverbotszone befinde.
Dieser Hinweis quittiere ich jeweils und habe danach keinerlei Einschränkungen mehr.
Wenn ich euere Beiträge so lese, muss man sich ernsthaft überlegen, ob man in Zukunft noch FW-Updates machen soll.

Die Flugverbotszonen sind je nach Fluggerät unterschiedlich. Ich glaube, je grösser die Drohne desto einschränkender. Und ich glaube auch dass es so ist, dass man sich den Ärger mit den Updates ins Haus holt. Ich habe mich immer noch nicht daran gewähnt. Irgend wann 2019 muss ich in eine neue Drohne investieren. Es kann auch eine DJI sein, eins ist aber sicher: eine Drohne ohne No-Fly-Zonen. DJI kann sich das überlegen. Ich bin selber verantwortlich für mein Handeln.

Hoi zämä

Also mal grundsätzlich gibt es keinen Grund um in irgendwelche Panik zu verfallen. Was ich Euch bezüglich Kontrollzonen sagen kann:

@maagisch die Kontrollzonen sind etwas, das nicht einfach so geändert werden kann. Das Projekt AVISTRAT welches eine Neustrukturierung des Luftraums anstrebt, ist ein Projekt welches noch Jahre der Planung und Umsetzung bedarf. Wenn das in Kraft tritt, werden die Akkus der Drohnen defekt sein, die z.B. DJI noch gar nicht entwickelt hat. U-Space wird kommen im Raume Q3 19. Erste Tests laufen.

@mmp,@solaroebi Die No fly Zones werden somit von den lokalen Flugsicherungsbehörden für die U-Space Provider spezifiziert. Wie das aussehen wird, könnt Ihr eruieren indem Ihr zum Beispiel Airmap installiert. Da sind die Flugverbotszonen gespiegelt. ACHTUNG: Um Missverständnissen vorzubeugen: Auch in Zukunft ist U-Space gedacht, für die KONTROLLZONEN und nicht für den Rest. Naturschutzgebiete und dergleichen sind voraussichtlich (wenn nicht schon aktuell) in der Airmap APP gespiegelt. Sonst wie bis anhin Swissmap verwenden oder andere bekannte Quellen.
Also Quick and dirty:

  1. U-Space wird den SUA Prozess entlasten, aber meiner Meinung nach sicher nicht ganz ersetzten, da es eine Verbindung braucht.

  2. Das neue Gesetz wird unser Altes ergänzen. Das BAZL ist nicht unser Feind, sondern hat in vielen Dingen die Hygiene im Gesetz hochgehalten und gleichzeitig Interessen geschützt. Ungemach kommt im Moment aus England. Diese angestrengten Implementationen sind etwas schwierig für uns, aber auch etwas schwierig umzusetzen (Lärm). Drum da abwarten und Tee trinken (wie der Engländer dies zu tun pflegt ;-).

So Freunde, wir sehen uns ja bald !! Kommt alle an die GV am 2. März, da hoffe ich mit Euch auf spannende Dinge anzustossen die da kommen werden, Fragen beantworten zu können und einen guten Samstag Nachmittag in Olten mit Euch zu verleben.

In diesem Sinne, Fly Safe und ich freu mich auf Euch !

Dominique D. Peter

Commissionleader public safety & SAR,
Exam Expert SFCD

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@Eye_in_the_Sky; Salü Dominique
Airmap würde ich bei Empfehlungen vorerst aussen vor lassen.
Trotz mehrfachen Hinweisen auf fehlerhafte Kontrollzonen wurden diese bis heute noch nicht berichtigt. Daher könnten diese Informationen von Airmap höchstens als Ergänzung betrachtet werden. Jedoch immer mit dem Hinweis auf die offiziellen Quellen von maps.admin.ch (mit aktivierten Drohnen und Wildruhezonen).

Da hast du recht. Ist aber komisch, da das Datenmodel direkt von Skyguide kommt. Ich hab Airmap nur erwähnt, da dies ein Provider werden wird von U-Space. Die Konsistenz der Daten ist noch kein Thema, in dieser frühen Phase, was ich auch doof finde. Airmap ist sowieso noch sehr lag-anfällig. Dieser Umstand stört mich noch mehr.

Gruss Dominique

Es ist einfach zu hoffen, dass wenn eine verbindliche Karte (z.B. Airmap) und ein standardisiertes Verfahren zur Flugfreigabe (U-Space) existiert, nicht trotzdem eine Bewilligung in China bei DJI notwendig ist, eine Bewilligung die zusätzlich noch mit funktionalen Einschränkungen verbunden ist. Niemand bezweifelt den Sinn einer guten Regulierung des Luftraums, aber dass wir uns zusätzlich den Vorschriften eines totalitären Staates unterwerfen müssen geht zu weit.

Die Frage: werden die Flugverbotszonen von DJI gelöscht wenn U-Space mit Airmap eingesetzt wird?

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https://www.bbc.com/news/technology-47214787
https://translate.google.ch/translate?sl=en&tl=de&u=https%3A%2F%2Fwww.bbc.com%2Fnews%2Ftechnology-47214787

Ich glaube, das DJI als U-Space Provider auftreten könnte. Dann wäre alles erledigt JEDOCH liegt in der Go wie auch in der Pilot APP ein Hund begraben: Fliegen kannst du jeweils nur in einer Zone ! D.h. Hast du NFZ freigeschaltet, geht der Rest nicht mehr in etlichen Fällen. Das muss gelöst werden.

Gruß Dominique

dieser Umstand war schon immer so. Dann hast du das so eingestellt. Programmier RTH, dann landet die M100 nicht, sondern kehrt zurück.

Gruß Dominique

Wie die einzelnen Beiträge hier auch interessant und wichtig erscheinen, desto diskutiert man ein bisschen am Thema vorbei. Ich habe das gleiche Problem gestern “begegnet” (Auftrag in 5 km Zone ZH plötzlich durch DJI Massnahmen verunmöglicht). Nach der Ausfüllung des entsprechenden Formulars und zusenden der verlangten Unterlagen wurde meine Drohne für den Flug durch DJI innerhalb von 3 Minuten wieder freigegeben. So weit so gut, aber!

  1. Ob man es befürwortet, lobt oder beschimpft ist doch diese DJI Vorgehensweise aus ihren (auch präventiven) Marketinggründen genial.
  2. Wenn sie aber beim Verkauf ihrer Produkte auf diese “Regelung” den Kunden nicht aufmerksam machen ist es eine krasse Verletzung des Datenschutzes, wenn nicht gleich eine Einmischung in Gesetze und Vorschriften eines fremden Staates.
    Das die Behörden diese “Hilfe” nicht verurteilen oder bekämpfen ist doch klar. Da macht sich ein anderer die Hände für sie schmutzig.
    Ich glaube, da sollte man unbedingt mit einem offiziellen Brief (Verband) eine Stellungnahme zusammen fassen und laut und deutlich protestieren - obwohl es selbstverständlich nicht gleich zu einem Resultat führen wird. Sonst werden wir bald weitere und weitere Überraschungen erleben und schlucken müssen.
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Am ZHAW UTM Forum im Okt 2018 wurde sowas angedeutet (hatte ich jedenfalls so interpretiert). Gemäss Info vom BAZL vom Freitag ist DJI in keiner Weise selbst in der Swiss U-space Arbeitsgruppe involviert.

Hoi Andrea

müssen sie ja auch nicht. Der Enabler reicht doch :wink:

Gruß D.

Wir hatten heute einen Drohnenflug in der Nähe von Quinten (Walensee).
(weit ausserhalb der 5km Zonen)
DJI blockierte bei ca. 6m Höhe wegen gesperrter Zone.
Von Hand konnte man aber trotzdem entsperren und fliegen.
Nach dem Akkuwechsel wurde aber die Meldung für die Entsperrung nicht mehr angezeigt. Drohne verharrte bzw. sperrte auf 6m Höhe.
Danach haben wir alle Geräte abgestellt und neu aufgestartet, wieder keine Abfrage mehr bzw. wieder bei 6m Höhe blockiert. Kein Freigabedialog mehr.
Dann plötzlich, Drohne schnell nach oben und man konnte wieder fliegen.
Für uns als Firma werden die Blockierungen immer mehr zum Problem bzw. zum nicht kalkulierbaren Risiko mit
finanziellen Schäden !

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“Commissionleader public safety & SAR,
Exam Expert SFCD”

Lieber Dominique,

kann man Deine Funktionen nicht so beschreiben (definieren), dass man es auch versteht?

Thank U4 Verständnis
Jaro

Wir haben zwar auch DJI Drohnen, aber in solchen Fällen fliegen wir mit der Yuneec H520.
Gruss Andi

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Das ist zwar ein “Ausweichmanöver”, aber insgesamt löst das nicht das Problem. Es ist ein netter Versuch, der aber nur die Folgen zurzeit (noch) bekämpft.
Danke für die Mitteilung, jetzt kaufen wir uns noch alle Yuneec bis auch diese Firma noch was schlimmeres einrichtet. Ich wiederhole, wenn DJI solche Massnahmen ergreifen will (obwohl sie gesetzlich mehr als umstritten sind) muss man mich beim Kauf darüber informieren. Ich studiere ja nicht vor dem Kauf alle Gesetze auf der ganzen Welt. Und wenn sie das nicht gemacht haben, dann haben sie mich wenn nicht gleich betrogen nun definitiv über den Tisch gezogen. Dagegen muss man offiziell so lange intervenieren bis man Erfolg hat. Dazu sind doch offizielle Verbände auch da.
Im Prinzip sollten DJI nun alle meine Drohnen zurücknehmen und den Kaupreis zurückerstatten.

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Grundsätzlich kann das DJI ohne Problem ausführen. Wie es ja zeigt. Deshalb kaufen wir ja auch keine DJI Drohnen mehr.
Ich bin selber Verantwortlich wo ich fliege und frage hier sicher nicht DJI, sprich sende Ihnen noch eine Bewilligung.
Das mit dem Kaufpreis wird nicht hinhauen. Aber der Verkäufer der Drohne hier in der Schweiz, hätte Dich darüber informieren können.

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